MotoGP Jerez, Freitag: Alex Márquez dominiert – Bagnaia stürzt, Acosta geht in Q1
Der erste Fahrtag in Jerez hat geliefert. Alex Márquez, der Vorjahressieger, setzt mit 1:35,704 die Tagesbestzeit – drei Zehntel vor Di Giannantonio, eine halbe Sekunde vor Bezzecchi. Bagnaia stürzt zweimal in Kurve 1 und verliert ein Motorrad. Martín fällt zweimal – einmal beim Übungsstart, einmal in der Schlussrunde. Und Pedro Acosta, der WM-Dritte, scheitert an einer sauberen Runde und muss zum ersten Mal 2026 über Q1. Marc Márquez: guter Schluss-Speed, aber wenig Konstanz. Alles zum Freitag, alle Zeiten, alle Einordnungen.
[TRAINING | FP1] – Morgentraining: Di Giannantonio vorne – Ducati dominiert auf neuen Reifen
Was im FP1 passierte (10:45 Uhr, 45 Minuten): Di Giannantonio war der einzige Fahrer, der auf neuen Reifen in die 1:36er-Zeit vorstieß – und damit das FP1 gewann. Teamkollege Morbidelli ebenfalls auf frischen Reifen auf Platz 2. Alex Márquez und Bezzecchi lagen dahinter auf gebrauchten Reifen – was bedeutet: Ihre Pace auf verbrauchtem Gummi war im direkten Vergleich wertvoller als Di Giannantonios Frischreifenzeit. Marc Márquez kam in FP1 auf eine 1:37,2 min und lag auf Rang 8 – tniltwfqhvojapauvphqiusrlulnqpxm
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l[TRAINING | PRACTICE] – Nachmittagstraining: Alex Márquez mit Tagesbestzeit – Drama bei Bagnaia und Martín
Was das Practice entschieden hat (15:00 Uhr, 60 Minuten): Die entscheidenden 60 Minuten des Freitags – weil das Ergebnis direkt die Q2-Qualifikation für Samstag bestimmt. Bagnaia stürzte gleich in seiner ersten fliegenden Runde in Kurve 1 – sein Motorrad wurde dabei stark beschädigt und schied damit für den Rest der Session aus. Er fuhr mit Motorrad zwei weiter und schaffte es dennoch in Q2. Martín hatte einen denkwürdigen Tag: erst ein Sturz beim Ausritt zur Übungsstart-Session nach FP1, dann ein zweiter Sturz in der letzten Kurve in der Practice. Auch er schaffte letztlich Q2. Alex Márquez setzte mit zehn Minuten vor Schluss eine 1:35,704 – knapp am Streckenrekord – und niemand kam mehr heran.
Practice-Ergebnis MotoGP Jerez (= kombiniertes Tagesergebnis Q2-Qualifikation)
1. Alex Márquez — Gresini Ducati — 1:35,704 — Tagesschnellster — direkt Q2
2. Fabio Di Giannantonio — VR46 Ducati — +0,333 s — direkt Q2
3. Marco Bezzecchi — Aprilia Werk — +0,506 s — direkt Q2
4. Marc Márquez — Ducati Lenovo — +0,523 s — direkt Q2
5. Ai Ogura — Trackhouse Aprilia — direkt Q2
6. Francesco Bagnaia — Ducati Lenovo — direkt Q2 — trotz Sturz + beschädigtem Motorrad
7. Raúl Fernández — Trackhouse Aprilia — direkt Q2
8. Fermín Aldeguer — Gresini Ducati (GP25) — direkt Q2
9. Jorge Martín — Aprilia Werk — direkt Q2 — trotz zwei Stürzen
10. Enea Bastianini — Tech3 KTM — direkt Q2 — letzter Q2-Platz
15. Pedro Acosta — Red Bull KTM — −0,763s — MUSS IN Q1 — erstmals 2026
16. Brad Binder — Red Bull KTM — Q1
11.–13. — Joan Mir, Johann Zarco, Luca Marini (Honda) — alle Q1 — dicht am Q2-Cut
17. — Fabio Quartararo — Yamaha Pramac — 1:36,752 — Yamaha-Krise
Die fünf entscheidenden Erkenntnisse des Freitags:
1. Alex Márquez ist zurück. Vorjahressieger, drei Zehntel vor dem Feld, in einer Saison, in der er 2026 bisher nicht aufgefallen war. Die Erleichterung nach der Session war spürbar: „Ein solches Gefühl wie heute hätte ich nicht erwartet, besonders nach drei schwierigen Rennen zu Saisonbeginn.“ Gresini-Teammanager Masini gab den Schlüssel preis: „Wir haben speziell an der Elektronik gearbeitet und die Motorbremse verbessert. Außerdem haben wir das Setup für den Kurveneingang etwas angepasst. Das scheint gut zu funktionieren.“ Das ist die Lösung für das Bremsproblem, das Alex gestern noch offen angesprochen hatte.
2. Ducati kommt zurück – aber nicht Marc Márquez. Fünf Ducatis unter den ersten sechs. Die Marke aus Bologna hat im Freitagstraining Aprilia klar distanziert – eine halbe Sekunde auf Bezzecchi, das erste klare Zeichen, dass Ducati in Jerez vorne mitfahren kann. Pikant dabei: Nicht der Titelverteidiger Marc Márquez führt, sondern sein jüngerer Bruder. Marcs Eigeneinschätzung nach dem Tag: „Das war ein akzeptabler Tag. Nicht richtig schlecht, aber auch nicht gut. Ein durchschnittlicher Tag. Ich bin langsamer als die anderen Ducati-Piloten. Wir sind irgendwo zwischen den Plätzen vier und sechs.“ Sein konkretes Problem: Sektor vier, die beiden schnellen Rechtskurven am Ende der Runde.
3. Bezzecchi ist im „Feindgebiet“ – und merkt es. Jerez war nie Aprilia-Terrain, und Bezzecchi sagt es offen: „Es ist immer noch eine Strecke, die uns Probleme bereitet. Wir müssen über Nacht hart in der Box arbeiten.“ Besonders auf dem Soft-Reifen läuft es noch nicht. Und dann: „Wenn ich mir die Zeiten ansehe, dann sind Ducati sicher Favorit. Eine halbe Sekunde ist eine klare Lücke.“ Klares Signal. Der WM-Führer sieht sich nicht als Favorit für das Wochenende.
4. Pedro Acosta in Q1 – ein echter Knick. Der WM-Dritte, beim Heimrennen in Spanien, scheitert zum ersten Mal 2026 an der direkten Q2-Qualifikation. Das Problem: Acosta kam in keiner einzigen Runde über den dritten Sektor hinaus, ohne Zeit zu verlieren. Vier Zehntel Rückstand auf die Spitze – aber keine saubere Runde. „Ein harter Tag“, wie das Team mitteilte. Q1 am Samstag beginnt um 10:50 Uhr – die ersten beiden kommen in Q2. Schafft Acosta das, steckt er immer noch im Mittelfeld. Schafft er es nicht, startet er aus Reihe vier oder schlechter – auf einer Strecke, auf der Überholen extrem schwierig ist.
5. Bagnaia und Martín stürzen – und kommen trotzdem durch. Bagnaia verliert in Kurve 1 sein erstes Motorrad, fährt mit dem zweiten weiter und landet auf P6. Martín fällt zweimal – beim Ausritt und in der letzten Kurve – und landet auf P9. Dass beide es trotzdem direkt in Q2 schaffen, ist das beste Argument für die Tiefe des Ducati-Programms.
Wild Cards und Besonderheiten am Freitag
Wild Card Aprilia — Lorenzo Savadori — erster Einsatz 2026 — Datensammlung für RS-GP26-Entwicklung
Wild Card Yamaha — Augusto Fernández — fünfte Yamaha im Feld — Testdaten für V4-Weiterentwicklung
Yamaha Chassis-Test — Verschiedene Schwingen und Chassis-Varianten bereits am Freitag gesichtet — nicht nur Montagstest
Fehler — Maverick Viñales weiterhin abwesend (Schulter-OP) — kein Ersatz bei Tech3
Aprilia Savadori — „Ich erwarte nicht, von Beginn an schnell zu sein“ — Motor läuft am Prüfstand
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