Test Suzuki DR-Z4SM (2026)

398 cm³ Supermoto, Nissin 310 mm radial, Gravel-Modus, KYB voll einstellbar – 8.999 Euro

Die DR-Z4SM ist die Supermoto-Schwester der DR-Z4S: gleicher 398er Einzylinder, aber 17-Zoll-Straßenräder, größere Nissin-Radialzange (310 mm), kürzere Federwege und steilere Geometrie für Supermoto-Handling. 154 kg, 890 mm Sitzhöhe, Hinterrad-ABS abschaltbar, Gravel-TC, KYB voll einstellbar. MY2026: Preis auf 8.999 Euro gesenkt (−700 Euro).

Stand: 21.4.2026 | Modell: Suzuki DR-Z4SM (seit MY2025; MY2026 technisch unverändert) | Preis: 8.999 Euro (UVP DE zzgl. Nebenkosten; Saisonstart 2026; −700 Euro gegenüber MY2025) | Sitzhöhe: 890 mm (opt. 860 mm) | Gewicht: 154 kg

Konzept: DR-Z4S-Basis, Supermoto-Umbau – die kürzere, steilere, straßenorientiertere Schwester

Die DR-Z4SM teilt Motor, Rahmenarchitektur und Elektronik mit der DR-Z4S, ist aber in den für das Supermoto-Handling entscheidenden Punkten gezielt angepasst: 17-Zoll-Räder statt 21/18 Zoll, kürzere Federwege (260/277 statt 280/296 mm), um 30 mm kürzerer Radstand (1.465 statt 1.495 mm), um 1° steilerer Lenkkopfwinkel (63,5°), kürzerer Nachlauf (95 statt 107 mm), größere Vorderradbremse mit Nissin-Radialzange (310 mm statt 270 mm). Das Ergebnis: präzises, agiles Handling mit Supermoto-Charakter.

Das Modelljahr 2026 ist technisch identisch mit MY2025. Farben unverändert: Sky Gray (Q1T) und Solid Special White No. 2 (30H), beide mit blauen Felgen-Akzenten. Preis: 8.999 Euro (−700 Euro gegenüber MY2025).

Motor: 398 cm³ DOHC Einzylinder – identisch mit DR-Z4S, Abstimmung leicht angepasst

Der flüssigkeitsgekühlte Einzylinder mit 398 cm³, DOHC-Zylinderkopf und Trockensumpfschmierung leistet 38 PS bei 8.000/min und 37 Nm bei 6.500/min. Titan-Einlassventile, Natrium-Hohlventile (Auslass), SCEM-Zylinder, Dual Spark (2 Iridiumzündkerzen), Ride-by-Wire, 42-mm-Drosselklappe. 5-Gang-Getriebe mit SCAS. Euro 5+. Der Motor wurde für die Supermoto-Version leicht auf Straßencharakter abgestimmt.

Drehmoment im unteren Bereich für zügiges Herausbeschleunigen aus engen Kurven ausreichend. Kräftig zupackende Bremsen passen zum Supermoto-Konzept. Verbrauch ca. 3,5 l/100 km, 8,7-L-Tank und rund 250 km Reichweite. Ab ca. 100 km/h merkbar begrenzte Leistung, Vibrationen am Lenker ab ca. 140 km/h spürbar.

Fahrwerk: KYB voll einstellbar, 310 mm Nissin radial, Supermoto-Geometrie

KYB USD 46mm, Zug- und Druckstufe voll einstellbar mit 260 mm Federweg vorn. KYB Zentralfederbein mit Ausgleichsbehälter, voll einstellbar, progressive Anlenkung mit 277 mm Federweg hinten. In der Serienabstimmung gut, aber ab Werk eher weich. Bei sportlichem Einsatz als erstes Vorspannung und Druckstufe anpassen. Beim harten Anbremsen taucht die Gabel merklich ein.

Bremsen: Nissin 4-Kolben radial montiert, 310 mm Bremsscheibe vorn (größer als bei DR-Z4S) und 240 mm hinten. ABS serienmäßig, Hinterrad-ABS abschaltbar (Vorderrad-ABS bei der SM aus Sicherheitsgründen nicht abschaltbar – Unterschied zur DR-Z4S!). Das ABS arbeitet unauffällig und zuverlässig; Hinterrad-Deaktivierung per Knopfdruck: Pluspunkt für erfahrene Supermoto-Piloten, die gerne mit dem Heck arbeiten.

Ergonomie: 890 mm Sitzhöhe, vorderradorientierte Supermoto-Position

890 mm Sitzhöhe (30 mm niedriger als DR-Z4S); optionale Zubehör-Sitzbank: 860 mm. Der Lenker ist tiefer montiert als bei der DR-Z4S, die Fußrasten leicht nach hinten versetzt: Die SM-Geometrie drängt den Fahrer stärker aufs Vorderrad – klassische Supermoto-Position für maximale Kontrolle in engen Kurven. Die schmale Bauform ist ideal für Stadtverkehr. Die Sitzbank ist gattungstypisch schmal und hart –für kurze Sessions okay, eine Tortur auf langen Etappen. Kein einstellbarer Griffweitenabstand an Brems- und Kupplungshebeln.

154 kg fahrfertig: 3 kg mehr als DR-Z4S (17-Zoll-Felgen + breitere Reifen), aber im Supermoto-Segment ausgesprochen leicht. Radstand 1.465 mm; Lenkkopfwinkel 63,5°; Nachlauf 95 mm. Dieser kürzere Radstand und steilere Winkel machen die SM wendiger als die Enduro-Version.

Elektronik: Gravel-Modus auch auf der Supermoto – für kontrollierten Slide

S.I.R.S.: SDMS 3 Fahrmodi (A/B/C); STCS Traktionskontrolle 3-stufig + Gravel-Modus (G) + abschaltbar; Ride-by-Wire; Hinterrad-ABS abschaltbar; Easy Start. Der Gravel-Modus erlaubt beim Beschleunigen bewussten Schlupf am Hinterrad: Auf abgesperrtem Gelände liegt damit ein leichter Slide möglich. Auch ohne Gravel-Modus genügt ABS aus + TC aus für kontrolliertes Driften.

SM vs. S: Wann ist die Supermoto die richtigere Wahl?

Die DR-Z4SM ist die richtige Wahl für Fahrer, die primär auf der Straße, in der Stadt oder auf Supermoto-Tracks unterwegs sind. Der kürzere Radstand, die steilere Geometrie, die größere Radialzange und die Straßenbereifung machen sie auf Asphalt präziser und spaßiger als die DR-Z4S. Was sie gegenüber der DR-Z4S kostet: Vorderrad-ABS nicht abschaltbar; 30 mm kürzerer Radstand für Geländeeinsatz nachteilig, kürzere Federwege für hartes Gelände ungeeignet.

Kosten: 8.999 Euro – nach Preissenkung ein realistisches Angebot

8.999 Euro (plus Nebenkosten, zuvor 9.699 Euro). Manche hätten man sich mehr erwartet: mehr Leistung, 6. Gang, Quickshifter, einstellbare Hebel. Die Preissenkung läßt diese Kritikpunkte eher verschmerzen. Die DR-Z4SM hat das umfangreichere S.I.R.S.-Paket und ist A2-geeignet serienmäßig.

Fazit

Die DR-Z4SM ist ein Funbike mit ehrlichem Anspruch: ein guter Wurf. Die Supermoto ist ihrem Konzept treu geblieben und begeistert Einsteiger und erfahrene Fahrer gleichermaßen. Wer auf maximale Leistung verzichten kann und eine Supermoto sucht, die sportliche Fahrleistungen und Alltagstauglichkeit vereint, findet in der DR-Z4SM eine ernstzunehmende Kandidatin. 8.999 Euro nach der Preissenkung machen die Rechnung fairer.

 

Kurzcheck

 

+ Nissin 4-Kolben radial; 310 mm vorn: mehr Bremspotenzial als DR-Z4S; ausreichend für kontrollierte Anbremsmanöver in Schräglage

+ KYB USD 46 mm voll einstellbar (Zug + Druckstufe); KYB Zentralfederbein voll einstellbar; 260/277 mm Federweg: bügelt auch schlechten Asphalt weg

+ Supermoto-Geometrie: 1.465 mm Radstand, 63,5° Lenkkopf, 95 mm Nachlauf; spielerisch in Schräglage; klares Feedback

+ Gravel-Modus: kontrollierten Slide möglich; Hinterrad-ABS per Knopfdruck abschaltbar

+ 154 kg fahrfertig: im Supermoto-Segment sehr leicht; überraschend gute Fahreigenschaften auf Landstraße und in der Stadt

+ 890 mm Sitzhöhe; optionale Zubehör-Sitzbank 860 mm: auch für kürzere Fahrer zugänglich

+ A2-geeignet serienmäßig; SCAS; Dual Spark; Euro 5+

+ 8.999 Euro MY2026 (−700  uro): nach Preissenkung fairer im Segment

 

Vorderrad-ABS nicht abschaltbar: bei SM aus Sicherheitsgründen – Unterschied zur DR-Z4S, die vorn+hinten abschaltbar

Gabel taucht beim harten Anbremsen merklich ein; sportlich orientierte Fahrer sollten Einstellung anpassen

Sitzbank gerade, flach und hart: Tortur auf längeren Landstraßenetappen

Keine einstellbaren Griffweiten an Brems- und Kupplungshebeln

5-Gang-Getriebe: kein 6. Gang; ab ca. 100 km/h merkbar begrenzt; kein Quickshifter

 Man erwartet 2026 Quickshifter, einstellbare Hebel oder mehr Leistung

 

 

Technische Daten: Suzuki DR-Z4SM (2026)

 

Marke / Modell: Suzuki DR-Z4SM; seit MY2025 (Neuauflage); MY2026 technisch unverändert; Supermoto-Schwester der DR-Z4S

Motor: Einzylinder DOHC flüssigkeitsgekühlt, Trockensumpf, 398 cm³; Ride-by-Wire; 42-mm-Drosselklappe; Dual Spark (2 Iridiumzündkerzen); Titan-Einlassventile; SCEM-Zylinder; 5-Gang; SCAS; Kette; Euro 5+

Leistung: 38 PS (28 kW) bei 8.000/min

Drehmoment: 37 Nm bei 6.500/min

Rahmen: Stahl-Doppelschleifen-Brückenrahmen; Alu-Heckrahmen; Motor als tragendes Element; Alu-Schwinge (progressive Anlenkung)

Gabel: KYB USD 46 mm; Zug- und Druckstufe voll einstellbar; 260 mm Federweg

Federbein: KYB Zentralfederbein mit Ausgleichsbehälter; voll einstellbar; 277 mm Federweg

Bremsen vorn: Nissin 4-Kolben radial; 310 mm Bremsscheibe; ABS (Vorderrad-ABS nicht abschaltbar)

Bremse hinten: 240 mm; ABS (Hinterrad-ABS per Knopfdruck abschaltbar)

Elektronik (S.I.R.S.): SDMS 3 Fahrmodi (A/B/C); STCS 3-stufig + Gravel-Modus (G) + abschaltbar; Ride-by-Wire; Hinterrad-ABS abschaltbar (Vorderrad NICHT); Easy Start

Cockpit: LC-Display; Gangposition, Kraftstoffstand, Tageskilometer, S.I.R.S.-Modus; kein TFT, kein Bluetooth

Reifen: 17-Zoll Straßenbereifung; Dunlop Sportmax; 120/70-17 vorn / 140/70-17 hinten

Gewicht: 154 kg vollgetankt

Sitzhöhe: 890 mm; optionale Zubehör-Sitzbank: 860 mm

Radstand / Geometrie: 1.465 mm; Lenkkopfwinkel 63,5°; Nachlauf 95 mm

Tank / Reichweite: 8,7 Liter; ca. 3,5 l/100 km; ca. 250 km

Farben: Sky Gray (Q1T); Solid Special White No. 2 (30H)

MY2026-Änderungen: Preis gesenkt: 8.999 Euro (vorher 9.699 Euro; −700 Euro). Technisch unverändert

DR-Z4SM vs. DR-Z4S: SM: 17-Zoll-Räder (S: 21/18 Zoll); kürzere Federwege (260/277 vs. 280/296 mm); kürzerer Radstand (−1.465 vs. 1.495 mm); steilerer Lenkkopf (63,5 vs. 64,5°); Nissin 310 mm radial (S: 270 mm); Vorderrad-ABS nicht abschaltbar (S: vorn+hinten abschaltbar); 154 vs. 151 kg

A2-Eignung: Serienmäßig A2-konform (28 kW / 38 PS)

Preis (D): 8.999 Euro (zzgl. Nebenkosten)