Test Honda CB 500 Hornet (2026)
Der vernünftigste A2-Naked-Bike-Kauf – jetzt auch mit E-Clutch
Stand: 10.4.2026 | Getestetes Modell: Honda CB 500 Hornet E-Clutch (2026) | Preis ab: 6.890 Euro (ohne E-Clutch) / 7.519 Euro (mit E-Clutch, inkl. Überführung)
Motor: 471 cm³ Paralleltwin, 47,6 PS, 43 Nm – und jetzt optional mit Honda E-Clutch
471 cm³, DOHC, Reihenzweizylinder, flüssigkeitsgekühlt, PGM-FI-Einspritzung. 35 kW (47,6 PS) bei 8.500/min, 43 Nm bei 6.500 U/min. A2-konform. Der Motor stammt aus der CB500-Familie, die Honda seit über zehn Jahren konsequent weiterentwickelt hat – er ist lang erprobt, zuverlässig und charakterstärker als seine bescheidenen Daten vermuten lassen. Der Paralleltwin mit 180°-Kurbelwellenversatz läuft gleichmäßig, dreht bereitwillig und klingt für einen 500er-Zweizylinder belebend. Assist- und Slipper-Kupplung serienmäßig: reduziert den Kupplungshebeldruck um ca. 45 Prozent, verhindert Hinterradhopfen beim scharfen Bremsen mit gleichzeitigem Herunterschalten.
Das 2026er-Update: Honda E-Clutch optional erhältlich – erstmals für die CB 500 Hornet. Die E-Clutch ermöglicht Anfahren, Anhalten und Gangwechsel ohne Betätigung des Kupplungshebels; nur Schalthebel und Gashahn werden noch genutzt. Zwei Elektromotoren im Motorgehäuse übernehmen die Kupplungsbetätigung. Drei einstellbare Schaltkräfte: Hard, Medium, Soft – getrennt einstellbar für Hoch- und Runterschalten. Die E-Clutch ist kein DCT: Gangwahl bleibt beim Fahrer, das Kupplungsmanagement übernimmt die Elektronik. Ergebnis laut Honda: sanftere und schnellere Gangwechsel als ein konventioneller Quickshifter, mit dem Komfort eines Automatikgetriebes für die Kupplung.
Fahrwerk: Showa SFF-BP USD-Gabel, Vierkolben-Radialbremssättel – über dem Klassenniveau
Die CB 500 Hornet setzt in der A2-Klasse mit ihrem Fahrwerk ein klares Qualitätszeichen. Vorne: Showa SFF-BP Upside-Down-Gabel, ø 41 mm – das ist die gleiche Gabelgeneration, die in deutlich teureren Mittelsegment-Motorrädern verbaut wird. SFF-BP steht für Separate Function Fork Big Piston; die Funktion ist für Gabel und Federbein getrennt. Hinten: Showa-Monodämpfer, nicht einstellbar. Bremsen: 2× 296-mm-Scheiben vorne mit Vierkolben-Radialbremssätteln; 240-mm-Scheibe hinten; ABS serienmäßig. Radial montierte Vierkolben-Bremssättel vorne sind in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich – die Kawasaki Z 500 SE zum Beispiel kommt mit einfacheren Bremssystemen.
Das Fahrwerk der CB 500 Hornet ist auf ausgewogenes, alltagstaugliches Handling abgestimmt: nicht hart genug, um auf schlechten Straßen zu nerven; nicht weich genug, um bei sportlicher Fahrweise unberechenbar zu werden. Beschreiben kann man es als ausreichend für engagierteres Fahren, aber nicht als Sportgerät. Das Chassis aus hochfestem Stahl und die Aluminium-Gussräder (17 Zoll) runden das Paket ab. Radstand: 1.410 mm.
Ergonomie: 785 mm Sitzhöhe, 176 kg vollgetankt, 5-Zoll-TFT mit RoadSync – für breite Zielgruppe
785 mm Sitzhöhe: tief genug, dass Fahrer ab ca. 1,65 m gut beidseitig Bodenkontakt haben. Kombination mit dem schmalen Taille sorgt dafür, dass auch kürzere Fahrer für Naked Bikes typisch gut auf den Boden kommen. 176 kg vollgetankt: leichter als mancher Konkurrent (Kawasaki Z 500: 172 kg trocken). Die aufrechte Naked-Bike-Sitzposition ist stadt- und alltagstauglich und auf Landstraßen entspannt. Kein Windschutz, keine Verkleidung – typisch Naked.
5-Zoll-TFT-Farbdisplay mit Anti-Glare-Beschichtung und hinterleuchtetem linken Lenkerschalter serienmäßig. Honda RoadSync serienmäßig: Smartphone-Konnektivität mit Turn-by-Turn-Navigation, Musiksteuerung, Anruf-Management. Das ist für diese Preisklasse eine beachtliche Serienausstattung. LED-Beleuchtung serienmäßig. Blinker mit Notbremssignal (ESS) serienmäßig: Bei starkem Bremsen blinken alle Blinker gleichzeitig, um nachfolgende Fahrer zu warnen. Frontverkleidung: windschnittiges Streetfighter-Design, das laut Honda aerodynamischen Abtrieb erzeugt.
Handhabung: Ausgewogen, gütig, lehrreich – das Motorrad, das man nicht bereut
Die CB 500 Hornet ist das Motorrad, das man als A2-Fahrer oder Wiedereinsteiger kauft und nicht bereut. Sie verzeiht Fehler, ohne sich dabei langweilig zu verhalten. Die Kombination aus 176 kg, 785 mm Sitzhöhe, 47,6 PS und der ausgewogenen Fahrwerksabstimmung macht sie zu einem der zugänglichsten Naked Bikes in ihrem Segment. Gleichzeitig ist der Motor kräftig genug, um auch nach einem Jahr noch Freude zu bereiten – die Leistung fühlt sich mit dem Fahrzeuggewicht gut proportioniert an. HSTC-Traktionskontrolle serienmäßig: auch bei nasser Fahrbahn gut kontrolliert.
Für Einsteiger: Der Kupplungshebeldruck ist bereits durch die Slipper-Kupplung deutlich reduziert – mit der optionalen E-Clutch fällt er komplett weg. Das macht das städtische Pendelfahren mit häufigem An- und Anfahren erheblich komfortabler. Für erfahrene Fahrer: Die Hornet ist kein Sportgerät. Wer bei beherzter Landstraßenfahrt maximales Fahrwerk-Feedback und Racing-Bremsen sucht, greift zur KTM 390 Duke oder Aprilia Tuono 457 – zu einem anderen Konzept. Die Hornet ist ein ausgewogener Alltagsbegleiter, kein Racetool.
Ausstattung: Sehr gut für den Preis – E-Clutch als sinnvolle Option für 629 Euro Aufpreis
Serienmäßig (beide Varianten): Showa SFF-BP USD-Gabel (41 mm), Vierkolben-Radial-Bremssättel vorne, Assist-/Slipper-Kupplung, ABS, HSTC-Traktionskontrolle, 5-Zoll-TFT-Farbdisplay mit Anti-Glare, Honda RoadSync (Smartphone-Konnektivität, Turn-by-Turn-Navigation), LED-Beleuchtung, Blinker mit Notbremssignal (ESS), hinterbeleuchteter linker Lenkerschalter. Optional (E-Clutch-Version, +629 Euro): Honda E-Clutch mit drei einstellbaren Schaltkräften (Hard/Medium/Soft), getrennt für Hoch- und Runterschalten. Farbvarianten 2026: Graphite Black, Pearl Horizon White, Grand Prix Red. Für Fahrschulen: auch ohne E-Clutch auf Anfrage erhältlich.
Kosten: 6.890 Euro / 7.519 Euro (mit E-Clutch) – Kawasaki Z500 SE als direkter Vergleich
6.890 Euro Basispreis (ohne E-Clutch); 7.519 Euro inkl. E-Clutch. Direkter Zweizylinder-Konkurrent: Kawasaki Z 500 SE ab 6.845 Euro inkl. Überführung rund 100 Euro günstiger als die Hornet Basis, ohne E-Clutch-Option, ohne Vierkolben-Radialbremssättel, ohne Honda-RoadSync. Einzylinder-Alternativen: KTM 390 Duke und Yamaha MT-03 spielen in einem anderen Charakterkonzept. Die Honda CB 500 Hornet positioniert sich als technisch am besten ausgestattetes Modell ihrer unmittelbaren Klasse – mit der E-Clutch für 629 Euro Aufpreis als einzigartigem Alleinstellungsmerkmal.
Inspektionen alle 12.000 km. Garantie: 6 Jahre ohne Kilometerbeschränkung. Verbrauch: 3,5 l/100 km laut Honda; Reichweite ca. 450 km mit dem 17,7-Liter-Tank.
Fazit
Die Honda CB 500 Hornet ist der Maßstab im A2-Naked-Bike-Segment, weil sie das schwerste Problem dieser Klasse gelöst hat: Sie ist weder zu zahm noch zu fordernd. Showa-USD-Gabel, Vierkolben-Radialbremssättel, 5-Zoll-TFT, RoadSync, HSTC – alles serienmäßig ab 6.890 Euro. Für 2026 kommt die E-Clutch als sinvolle Option, die den Einstieg nochmals erleichtert und den Alltag komfortabler macht. Wer in der A2-Klasse kein spezialisiertes Konzept sucht, sondern das ausgewogenste Gesamtpaket, kauft die Hornet.
Kurzcheck
+ Showa SFF-BP USD-Gabel (41 mm) serienmäßig – über dem Klassenniveau in dieser Preisklasse
+ Vierkolben-Radial-Bremssättel vorne serienmäßig – Brembo-Niveau für A2-Geld
+ 5-Zoll-TFT mit Honda RoadSync, Turn-by-Turn-Navigation und Smartphone-Konnektivität serienmäßig
+ HSTC-Traktionskontrolle serienmäßig: auch bei Nässe gut kontrolliert
+ Honda E-Clutch 2026 neu: Kupplungshebel optional abschaltbar, drei Schaltkraftmodi
+ Assist- und Slipper-Kupplung serienmäßig: 45 % reduzierter Hebeldruck, kein Hinterradhopfen
+ 176 kg vollgetankt: einer der leichtesten Zweizylinder in dieser Klasse
+ 785 mm Sitzhöhe: breit zugänglich, guter Bodenkontakt für Fahrer ab 1,65 m
+ Blinker mit Notbremssignal (ESS) serienmäßig
+ 3,5 l/100 km Verbrauch: ca. 450 km Reichweite mit 17,7-Liter-Tank
+ Garantie 6 Jahre
– E-Clutch kostet 629 Euro Aufpreis – kein serienmäßiges Feature
– Hinteres Federbein nicht einstellbar
– Kein Windschutz: typisch Naked, bei schnelleren Autobahntempo spürbar
– Für sportliche Landstraßenfahrer keine Spitzenklasse: KTM 390 Duke und Aprilia Tuono 457 bieten dynamischere Auslegung
– Keine Fahrmodi (Rain/Sport etc.) – nur HSTC als Elektronik-Eingriff
Technische Daten: Honda CB 500 Hornet (2026)
Fertigungsland: Japan / Thailand
Motor: Flüssigkeitsgekühlter Reihenzweizylinder-Viertaktmotor, DOHC, PGM-FI-Einspritzung
Hubraum: 471 cm³ (67 mm × 66,8 mm)
Leistung: 35 kW (47,6 PS) bei 8.500 U/min; A2-konform
Drehmoment: 43 Nm bei 6.500 U/min
Getriebe: 6 Gänge; Kettenantrieb; Assist- und Slipper-Kupplung serienmäßig
E-Clutch (optional): Honda E-Clutch: Kupplung ohne Hebelbetätigung, drei Schaltkraftmodi (Hard/Medium/Soft), getrennt einstellbar für Hoch- und Runterschalten; Aufpreis 629 Euro
Rahmen: Hochfester Stahlrohrrahmen
Fahrwerk vorn: Showa SFF-BP Upside-Down-Gabel, ø 41 mm; nicht einstellbar
Fahrwerk hinten: Showa-Monodämpfer; nicht einstellbar
Bremsen vorn: 2× 296-mm-Scheibe, Vierkolben-Radial-Bremssattel
Bremsen hinten: 240-mm-Scheibe, Einkolben-Schwimmsattel
Assistenzsysteme: ABS serienmäßig; HSTC-Traktionskontrolle serienmäßig; Blinker mit Notbremssignal (ESS) serienmäßig
Räder: Aluminium-Gussräder, 5 Speichen, 17 Zoll
Reifen vorn: 120/70 ZR17
Reifen hinten: 160/60 ZR17
Display: 5-Zoll-TFT-Farbdisplay, Anti-Glare-Beschichtung, hinterbeleuchteter linker Lenkerschalter, Honda RoadSync (Smartphone-Konnektivität, Turn-by-Turn-Navigation, Musik)
Beleuchtung: Voll-LED serienmäßig
Gewicht vollgetankt: 176 kg
Sitzhöhe: 785 mm
Radstand: 1.410 mm
Tankinhalt: 17,7 Liter
Führerscheinklasse: A2 (35 kW / A2-konform)
Preis (D): ab 6.890 Euro (ohne E-Clutch); 7.519 Euro (inkl. E-Clutch)
Garantie: 6 Jahre, ohne Kilometerbeschränkung