Test Ducati Scrambler Icon (2026)
73 PS Desmodue, 9 Farboptionen, Kurven-ABS, 795 mm – das farbenfroheste Motorrad von Ducati
Stand: 2.5.2026 | Modell: Ducati Scrambler Icon (2026; 2. Generation seit 2023; 2026 technisch identisch; neue Farben im Kit; Jubiläums-Sonderaktion); Hersteller: Ducati Motor Holding S.p.A. (Borgo Panigale, Bologna, IT; Tochter der Audi AG) | Preis DE: ca. 10.890 Euro zzgl. 305 Euro Liefernebenkosten | Standgeräusch: nicht offiziell publiziert; beim Händler klären (Tirol-Grenze 95 dB(A)) | Garantie: 2 Jahre (unbegrenzte Kilometer); 2 Jahre Pannenhilfe
Was 2026 neu ist
Die Scrambler Icon 2026 ist technisch identisch mit der zweiten Generation, die Ducati 2023 eingeführt hat. Für 2026 gibt es neue Farboptionen im Kit-Programm und Jubiläums-Sonderaktionen (bis zu 2.000 Euro Vorteil beim Kauf ausgewählter Ducati-Modelle, einlösbar auf Zubehör, Bekleidung oder Service).
Die Basis: drei Standardfarben ('62 Yellow, Thrilling Black, Ducati Red) ergänzt durch sechs Zubehör-Farbkits (je 291,31 Euro) in Storm Green, Rio Celeste, Tangerine Orange, Jade Green, Sparking Blue und Velvet Red. Die Tankabdeckung ist schnell tauschbar – das Farbkonzept der Scrambler ist wechselbares Styling, kein festes Bekenntnis.
Motor: 803 cm³ Desmodue – 73 PS, identisch mit Formula 73
803 cm³, luftgekühlt, L-Twin (90°), OHC, 2 desmodromische Ventile/Zylinder, 73 PS / 53,7 kW bei 8.250/min, 65,2 Nm bei 6.500/min, 6-Gang, Kettenantrieb, Euro 5+, Ride-by-Wire, hydraulische Kupplung (radial). Derselbe Motor wie in der Formula 73 – dort auf 73 PS als Jubiläums-Statement abgestimmt, hier als Standard-Scrambler-Konfiguration. Der Desmodue ist kein hochdrehender Sportmotor und kein traktorisierender Cruiser-Motor. Er hat seinen besten Charakter im mittleren Drehzahlbereich: satt, klar, unverwechselbar im Klang. Verbrauch ca. 4,5 l/100 km, 13,5-Liter-Tank, ca. 270–300 km Reichweite.
Fahrwerk: Marzocchi-USD, Sachs-Federbein, 18-Zoll-Vorderrad
Marzocchi 41-mm-USD vorn mit 150 mm Federweg. Sachs-Federbein hinten mit 150 mm Federweg, einstellbar. Bremsen: Brembo, 330-mm-Scheibe vorn (4-Kolben-Radialsattel) und 245-mm-Scheibe hinten, Kurven-ABS (Bosch). 18-Zoll vorn / 17-Zoll hinten (Gussfelgen serienmäßig; Speichenräder optional); Pirelli MT 60 RS. Das 18-Zoll-Vorderrad ist charakteristisch für die Scrambler-Linie: Es lenkt etwas träger ein als ein 17-Zoll-Rad, gibt dafür ein stabileres Geradeausverhalten und passt zum entspannten Scrambler-Charakter.
Ergonomie: 795 mm, breiter Lenker, aufrechte Haltung
Sitzhöhe 795 mm (tiefere Bank 775 mm optional), breiter, hoher Lenker, mittig platzierte Fußrasten, 182 kg trocken. Die Scrambler Icon hat eine der entspanntesten Sitzpositionen unter allen 800er-Naked-Bikes: Hände auf Schulterhöhe, aufrechter Rüken, kein Druck auf Handgelenke. Das ist Enduro-Cruiser-Haltung – leichtfüßig und offen, nicht sportlich getrimmt. Soziussitz mit Haltegriffen serienmäßig verbaut. Tiefere Bank (775 mm) und Tieferlegungskit als Ducati-Zubehör kombinierbar.
Das Farbkonzept der Scrambler macht die Ergonomie-Einordnung vollständig: Wer das Motorrad optisch personalisieren will und trotzdem mit modernen Fahrhilfen (Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Fahrmodi) fahren möchte, findet nirgends sonst in dieser Preisklasse eine vergleichbare Kombination.
Elektronik: drei Fahrmodi, Kurven-ABS, TFT
3 Fahrmodi (Road, Sport, Wet), DTC Traktionskontrolle, Kurven-ABS (Bosch), 4,3-Zoll-TFT-Farbdisplay (Bluetooth, Ducati Multimedia System DMS-kompatibel), Voll-LED, automatische Blinkerrückstellung, USB. Kurven-ABS auf einem Motorrad unter 11.000 Euro ist kein Selbstverständlichkeit. Zusammen mit dem Wet-Fahrmodus, der Gasannahme und Traktionskontrolle auf Regenbedingungen anpasst, macht das die Scrambler Icon zu einem alltagssichereren Motorrad als ihr lssiges Erscheinungsbild vermuten lässt.
Icon vs. Icon Dark: die einzige Ausstattungswahl
Die Scrambler Icon und die Scrambler Icon Dark teilen Motor, Fahrwerk, Elektronik und Gewicht vollständig. Die Icon Dark hat mattschwarzes Finish (Dark Stealth), schwarze Motordetails und ist günstiger. Die Icon hat Farboptionen, glänzende Lackierung und ist teurer. Wer das Motorrad schwarz und reduziert will, kauft die Icon Dark. Wer Farbe und Individualisierung will, kauft die Icon.
A2-Variante und Desmo-Service
Die Scrambler Icon ist auf 35 kW (47 PS) drosselbar und damit A2-tauglich. Das ist ein wesentliches Kaufargument für Fahrer mit A2-Führerschein, die nicht warten wollen: ein Ducati mit Desmodue, Kurven-ABS und TFT-Display von Anfang an. Desmodromische Ventilsteuerung bedeutet Service-Intervall: typisch alle 15.000 km oder 2 Jahre beim Ducati-Händler. Desmo-Service ist teurer als bei Nicht-Desmo-Motoren. Das muss ein Käufer im Unterhaltsbudget einplanen.
Preis und Einordnung
Ab 10.890 Euro zzgl. 305 Euro Liefernebenkosten und 2 Jahre Garantie. Zubehör-Farbkits je 291,31 Euro. Der direkte Konkurrent in Preis und Positionierung ist die Royal Enfield Super Meteor 650 (ca. 7.900 Euro; luftgekühlt, 47 PS, deutlich weniger Elektronik). Die Triumph Scrambler 900 (ca. 12.500 Euro; 65 PS, Paralleltwin) ist der stilistisch nächste Vergleichspartner. Die Honda CB 650 R (ca. 10.000 Euro, 95 PS, flüssigkeitsgekühlt, Reihenvierzylinder) ist leistungsstärker und günstiger, hat aber keinen Scrambler-Charakter. Wer Ducati-DNA, Desmodue-Klang und Farbindividualisierung will, hat in dieser Preisklasse keine echte Alternative.
Fazit
Die Ducati Scrambler Icon 2026 ist das zugänglichste Motorrad im Ducati-Programm: 73 PS, Desmodue, Kurven-ABS, TFT-Display, 182 kg, 795 mm, A2-tauglich, neun Farboptionen. Ab 10.890 Euro. Für Fahrer, die Ducati-Charakter ohne Ducati-Hochleistungsgewicht wollen, ist das der richtige Einstieg.
Kurzcheck
+ 9 Farboptionen (3 Standard + 6 Kits je 291 Euro): keine andere Maschine dieser Testreihe bietet mehr Farbindividualisierung; tauschbare Tankabdeckungen; Jubiläums-Sonderaktion 2026 (bis zu 2.000 Euro Vorteil auf Zubehör/Service)
+ 803 cm³ Desmodue L-Twin; 73 PS; desmodromische Ventilsteuerung; Kurven-ABS; DTC Traktionskontrolle; 3 Fahrmodi (incl. Wet); 4,3-Zoll-TFT; 182 kg trocken; 795 mm; Marzocchi-USD; Sachs-Federbein; Brembo 330 mm; A2-tauglich
+ Soziussitz serienmäßig; tiefere Bank (775 mm) optional; Speichenräder optional; über 100 Zubehöroptionen im Ducati-Programm; 2 Jahre Garantie + Pannenhilfe; 13,5-L-Tank; ca. 270–300 km Reichweite
+ Einstieg in die Ducati-Markenwelt ohne Leistungsangst: 73 PS reichen für Alltag und Landstraße vollständig; aufrechte entspannte Sitzposition; Enduro-Cruiser-Charakter; unverwechselbarer Desmodue-Sound
– Standgeräusch nicht publiziert; Tirol-Grenze 95 dB(A) beim Händler klären; Desmo-Service-Intervall (15.000 km / 2 Jahre) teurer als Nicht-Desmo-Modelle
– 73 PS und 65,2 Nm: Honda CB650R (ca. 10.000 Euro) hat 95 PS für weniger Geld; kein Windschutz serienmäßig; Pirelli MT 60 RS als Kompromissreifen zwischen Straße und leichtem Gelände, kein reiner Sportstreifen
– Nur 2 Jahre Garantie; kein Quick Shift serienmäßig (nur als Option; vgl. Formula 73 mit Quick Shift serienmäßig); kein TFT-Bluetooth-DMS ohne optionale App-Einrichtung
– Icon Dark: komplett schwarz, günstiger, technisch identisch – wer die Scrambler-Plattform ohne Farbaufpreis will, kauft die Dark und spart; Triumph Scrambler 900 (ca. 12.500 Euro, 65 PS, Paralleltwin) als stilistisch nächster Konkurrent mit anderem Motorcharakter
Technische Daten: Ducati Scrambler Icon (2026)
Marke / Modell: Ducati Scrambler Icon (2026; 2. Generation seit 2023; 2026 technisch identisch mit 2023; neue Farbkits; Jubiläums-Sonderaktion); Hersteller: Ducati Motor Holding S.p.A. (Borgo Panigale, Bologna, IT)
Was 2026 neu ist: Neue Farboptionen im Kit-Programm; Jubiläums-Sonderaktion (bis zu 2.000 Euro Vorteil); technisch identisch mit 2023er-Generation
Icon vs. Icon Dark: Icon: Farboptionen (3 Standard + 6 Kits), glänzende Lackierung, teurer. Icon Dark: komplett Matt Black (Dark Stealth), günstiger. Motor, Fahrwerk, Elektronik: identisch.
Motor: Luftgekühlter 90°-L-Twin (Desmodue); 803 cm³; OHC; 2 desmodromisch gesteuerte Ventile/Zylinder; Ride-by-Wire; Euro 5+; 6-Gang; Kettenantrieb; hydraulische Kupplung (radial)
Leistung: 73 PS (53,7 kW) bei 8.250/min; A2-drosselbar auf 35 kW
Drehmoment: 65,2 Nm bei 6.500/min
Vmax / Verbrauch: ca. 190 km/h; ca. 4,5 l/100 km; ca. 270–300 km Reichweite
Tank / Gewicht: 13,5 l, ca. 185 kg vollgetankt
Getriebe / Antrieb: 6-Gang; Kettenantrieb; Quick Shift optional
Elektronik: Kurven-ABS (Bosch); DTC Traktionskontrolle; Ride-by-Wire; 3 Fahrmodi (Road/Sport/Wet); 4,3-Zoll-TFT-Farbdisplay (Bluetooth, DMS-kompatibel); Voll-LED; automatische Blinkerrückstellung; USB
Gabel: Marzocchi 41-mm-USD; Federweg 150 mm
Federbein: Sachs; Federweg 150 mm; einstellbar
Bremse vorn: Brembo; 330-mm-Scheibe; 4-Kolben-Radialsattel; Kurven-ABS
Bremse hinten: 245-mm-Scheibe; 1-Kolben-Sattel; ABS
Räder: 18 Zoll vorn; 17 Zoll hinten (Gussfelgen serienmäßig; Speichenräder optional)
Reifen: Pirelli MT 60 RS; 110/80-18 vorn; 180/55-17 hinten
Ergonomie: Sitzhöhe 795 mm (tiefere Bank 775 mm optional; Tieferlegungskit kombinierbar); breiter hoher Lenker; mittige Fußrasten; aufrechte Sitzposition; Soziussitz serienmäßig mit Haltegriffen
Farben 2026: Standard: '62 Yellow, Thrilling Black, Ducati Red. Zubehör-Kits (je 291,31 Euro): Storm Green, Rio Celeste, Tangerine Orange, Jade Green, Sparkling Blue, Velvet Red
Standgeräusch: Nicht offiziell publiziert; beim Händler klären (Tirol-Grenze 95 dB(A))
Garantie / Service: 2 Jahre Herstellergarantie (unbegrenzte Kilometer); 2 Jahre Pannenhilfe; Desmo-Service-Intervall typisch 15.000 km / 2 Jahre
Preis (D): Ab 10.890 Euro zzgl. 305 Euro Liefernebenkosten (Farbkits je 291,31 Euro zusätzlich)