Benda Rock 707 startet ab 9.999 Euro bei deutschen Händlern, Honda CB750 Hornet mit neuer Farbpalette für 2027

Dienstag, 15. September 2026. Der chinesische Hersteller Benda bringt mit der Rock 707 einen technisch außergewöhnlich ausgestatteten Bobber zu europäischen Händlern: Automatikkupplung, elektropneumatische Luftfederung und ein Einstiegspreis von 9.999 Euro sollen etablierte Marken das Fürchten lehren. Deutlich unaufgeregter, aber ebenso relevant für den Massenmarkt: Honda schickt seinen Naked-Bike-Bestseller CB750 Hornet mit komplett neuer Farbpalette und serienmäßiger E-Clutch ins Modelljahr 2027.

[BENDA | NEUHEIT] Benda Rock 707: Hightech-Bobber mit Automatikkupplung und Luftfederung ab 9.999 Euro

NEU / HIGHLIGHT

Der chinesische Hersteller Benda bringt seinen bereits Ende 2025 angekündigten Retro-Bobber Rock 707 ab sofort zu europäischen Händlern – rechtzeitig vor einer breiteren Präsentation der kompletten neuen Benda-Modellpalette auf der EICMA im November.

Angetrieben wird die Rock 707 von einem wassergekühlten 691,6-ccm-V2 mit 73,4 PS bei 9.000/min und 68 Nm bei 6.500/min, nach Herstellerangaben gezielt auf kräftigen Durchzug im unteren Drehzahlbereich abgestimmt.

Technisches Highlight Nummer eins ist die Benda Electronic Clutch (BEC) MK-III: Ein Aktuator übernimmt am Sechsganggetriebe automatisch Ein- und Auskuppeln, vergleichbar mit Hondas E-Clutch-System – der Kupplungshebel bleibt aber erhalten und ermöglicht auf Wunsch weiterhin klassisches manuelles Schalten.

Highlight Nummer zwei ist eine elektropneumatische Zweikammer-Luftfederung am Heck mit automatischem Beladungsausgleich, die selbst im Stand die Sitzhöhe von 720 auf bis zu 690 Millimeter absenken kann, um das Auf- und Absteigen zu erleichtern.

Dazu kommen ein Brembo-Bremssystem mit Doppelscheibe, abschaltbares Zweikanal-ABS, Traktionskontrolle, ein TFT-Display sowie ein sauberer Zahnriemen-Endantrieb. Bei 225 Kilogramm Leergewicht und 1.545 Millimeter Radstand rollt die einsitzige Rock 707 auf 16-Zoll-Rädern (150/80 vorn, 180/65 hinten). Mit einem Einstiegspreis von 9.999 Euro positioniert sich Benda deutlich unterhalb vergleichbar ausgestatteter Cruiser etablierter Marken.

 

[HONDA | MODELLPFLEGE] Honda CB750 Hornet startet mit komplett neuer Farbpalette und serienmäßiger E-Clutch ins Modelljahr 2027

EINORDNUNG

Honda schickt seinen erfolgreichen Naked-Bike-Bestseller CB750 Hornet technisch unverändert, aber mit komplett neuer Farbpalette ins Modelljahr 2027.

Zur Wahl stehen vier neue Kombinationen: Gunmetal Black Metallic & Ballistic Black Metallic, Mat Beta Silver Metallic & Iridium Gray Metallic, Glint Wave Blue & Mat Ballistic Black Metallic sowie Grand Prix Red & Gunmetal Black Metallic – bei den farbigen Varianten beschränken sich Blau und Rot dabei bewusst auf Lampenverkleidung, Tank-Seitenverkleidung und Bugspoiler, während überwiegend Schwarztöne den Gesamteindruck prägen.

Neu ist zudem, dass Hondas E-Clutch-System – bislang Aufpreisoption – für 2027 offenbar zum festen Bestandteil der Serienausstattung wird, wie mehrere Fachmedien übereinstimmend berichten; ein konventionelles Schaltgetriebe ohne E-Clutch bleibt aber weiterhin wählbar.

Am eigentlichen Antrieb ändert sich nichts: Der 755-ccm-Reihenzweizylinder, auch im Adventure-Bike Transalp verbaut, leistet weiterhin 92 PS bei 9.500/min und 75 Nm bei 7.250/min, eine auf 48 PS gedrosselte A2-Version bleibt im Programm.

Seit ihrem Debüt zur Saison 2023 hat sich die CB750 Hornet zu einem der meistverkauften Naked Bikes Europas entwickelt – laut Honda wurden allein 2025 über 10.000 Einheiten verkauft, womit sie seit zwei Jahren durchgehend zu den drei beliebtesten Modellen ihrer Klasse zählt.

 

Themen im Überblick

Modell / Thema

Status

Kerndaten

Benda Rock 707

Highlight

692-ccm-V2, 73 PS, Automatikkupplung, Luftfederung, ab 9.999 Euro

Honda CB750 Hornet 2027

Bestätigt

4 neue Farben, E-Clutch nun serienmäßig, Technik unverändert (92 PS)

 

INFO: Warum Luftfederung im Cruiser-Segment so selten ist

• Elektronisch geregelte Luftfahrwerke gelten im Motorradbau bislang vor allem als Domäne großer Tourer und Reiseenduros – im preisbewussten Cruiser-Segment war diese Technik bislang praktisch nicht zu finden.

• Bendas Strategie folgt einem breiteren Trend chinesischer Hersteller: technisch anspruchsvolle Features aus dem Premiumsegment zu deutlich niedrigeren Preispunkten anzubieten, um etablierte Marken direkt herauszufordern.

• Die automatisierte Kupplung von Benda funktioniert konzeptionell ähnlich wie Hondas bereits bewährte E-Clutch, mit der Honda selbst inzwischen mehrere Modelle wie die CB750 Hornet ausstattet.

 

DO-NOT-RIDE / RÜCKRUF-STATUS (Stand 15.09.2026)

• Husqvarna / GASGAS Offroad (Bj. 2021–2024, Braktec-Bremssattel hinten): Rückruf weltweit gültig, auch Europa betroffen – VIN-Check über Hersteller-Website oder Händler.

• BMW S 1000 RR (K67, Bj. 2019–2026): Rückruf wegen Zündschloss-Wackelkontakt, ca. 77.000 Fahrzeuge weltweit; Halter-Benachrichtigung ab Mitte September 2026.

• Honda CB1000 Hornet – Rückruf 1 (Ölverbrauch): Endmaßnahme August 2026 – JETZT Termin beim Händler buchen.

• Yamaha Ténéré 700 MJ 2025 (USA/Kanada): Do-Not-Ride aktiv – TFT-Tausch kostenlos beim Händler.

 

NOCH IM RADAR

Honda GB 500 S: EU-Marktstart voraussichtlich 2027, Details noch offen

BMW S 1000 RR neue Generation: rund 215 PS, Produktionsbeginn Mai 2027, Handel Sommer 2027

Ducati Desmo450 SM: vollständige technische Daten für Mitte September angekündigt

KTM 690 Rally: Serienstart Oktober 2026, UK-Preis weiterhin offen

MV Agusta: Wiederanlauf der Produktion in Varese intern für Oktober 2026 angepeilt

Benda-Modellpalette: breitere Präsentation zur EICMA im November 2026 angekündigt

 

FAZIT

Der 15. September zeigt zwei völlig unterschiedliche Wege, Kunden mit Technik zu überzeugen. Benda greift mit der Rock 707 etablierte Marken frontal an: Ausstattung, die man sonst nur in höheren Preisklassen findet, gepaart mit einem Preis, der viele Käufer aufhorchen lassen dürfte. Honda setzt bei der CB750 Hornet dagegen auf das bewährte Erfolgsrezept eines Bestsellers – kleine, aber durchdachte Verbesserungen statt radikaler Neuerungen. Beide Strategien haben ihre Berechtigung, und beide zeigen, wie unterschiedlich der Weg zum Kunden im Jahr 2026 aussehen kann.

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