MotoGP verlängert Mugello-Vertrag bis 2031, deutscher Motorradmarkt wächst nach acht Monaten um 17,5 Prozent

Donnerstag, 24. September 2026. Die MotoGP hat sich mit einer ihrer traditionsreichsten Strecken für die nächsten fünf Jahre verbündet: Mugello bleibt mindestens bis 2031 im Kalender. Der deutsche Motorradmarkt bestätigt derweil seinen kräftigen Aufwärtstrend – nach acht Monaten liegen die Neuzulassungen 17,5 Prozent über dem Vorjahr, wobei sich der Höhenflug von CFMoto in den aktuellen Zahlen noch einmal bestätigt.

[MOTOGP | KALENDER] MotoGP verlängert Vertrag mit Mugello bis mindestens 2031

NEU

Die MotoGP hat am 24. September die Vertragsverlängerung mit dem toskanischen Traditionskurs Mugello bekanntgegeben – der Große Preis von Italien wird damit mindestens bis 2031 fester Bestandteil des Kalenders bleiben.

Carlos Ezpeleta, stellvertretender CEO der MotoGP Sports Entertainment Group, würdigte die Strecke als „eine der geistigen Heimstätten der MotoGP“, an der die Leidenschaft der italienischen Fans und die Geschichte des Sports eine Atmosphäre schaffen, die ihresgleichen suche. Mugello, das erst im vergangenen Jahr sein 50-jähriges Jubiläum als Austragungsort eines Motorrad-Grand-Prix feierte, gilt als eine der schnellsten und berühmtesten Strecken im gesamten Rennkalender.

Die Ankündigung reiht sich ein in eine Serie von Kalender-Nachrichten der vergangenen Tage: Erst gestern wurde Valencia als Saisonfinale 2027 bestätigt, der komplette Kalender soll morgen, am 25. September, veröffentlicht werden.

Auch abseits der Streckenplanung tut sich unter dem neuen Eigentümer Liberty Media einiges: Für die MotoGP Sports Entertainment Group wurden zuletzt hochrangige Manager aus Premier League, Formel 1, NFL und Entertainment-Branche verpflichtet, was auf einen tiefgreifenden strukturellen Umbau der Serie hindeutet. Zudem wurde ein Verbot von „Practice Starts“ aus der Boxengasse ab 2027 beschlossen – derzeit auf rund 30 Prozent aller Strecken noch erlaubt.

 

[DEUTSCHLAND | MARKT] Deutscher Motorradmarkt wächst nach acht Monaten um 17,5 Prozent, CFMoto bestätigt starken Lauf

EINORDNUNG

Der deutsche Motorradmarkt bestätigt seinen kräftigen Wachstumskurs: Bis Ende August 2026 wurden 91.946 Krafträder neu zugelassen, ein Plus von 17,5 Prozent gegenüber 78.245 Einheiten im Vorjahreszeitraum. Damit wächst das klassische Motorradgeschäft zwar deutlich, bleibt aber hinter dem gesamten Zweiradmarkt zurück, der inklusive Klein- und Leichtkrafträdern um rund 25 Prozent zulegte.

Marktführer bleibt BMW mit 16.906 Neuzulassungen und 18,4 Prozent Marktanteil, vor Honda (15,4 Prozent) und Kawasaki (14,4 Prozent). Die aktuellen Zahlen bestätigen zudem den bereits berichteten Höhenflug von CFMoto: Die chinesische Marke kommt inzwischen auf 5.593 Neuzulassungen und 6,1 Prozent Marktanteil – ein nur geringfügig abweichender Wert zu der zuvor gemeldeten Zahl von 5.591 Einheiten, was auf eine sehr stabile, nicht mehr nur vorläufige Datenlage hindeutet.

Meistverkauftes Einzelmodell bleibt mit weitem Abstand die BMW R 1300 GS mit 5.125 Neuzulassungen, vor Kawasaki Z 900 und Honda CBR 650 R. Die Konstanz dieser Zahlen über mehrere Monatsberichte hinweg unterstreicht, dass sowohl der allgemeine Marktaufschwung als auch CFMotos Erfolg kein statistischer Ausreißer, sondern ein stabiler Trend sind.

 

Themen im Überblick

Modell / Thema

Status

Kerndaten

MotoGP Mugello-Vertrag

Bestätigt

Verlängert bis mindestens 2031, Komplettkalender folgt morgen

Motorrad-Neuzulassungen DE (bis Aug. 2026)

Positiv

91.946 Einheiten, +17,5%, BMW führt, CFMoto bei 6,1% Marktanteil

 

INFO: Was der Umbau unter Liberty Media für die MotoGP bedeutet

• Mit Managern aus Premier League, Formel 1, NFL und Entertainment-Branche setzt die neue Eigentümerstruktur erkennbar auf professionelleres, US-amerikanisch geprägtes Sport-Marketing.

• Langfristige Streckenverträge wie mit Mugello (bis 2031) schaffen dabei die Planungssicherheit, die für größere Investitionen in Vermarktung und Produktion nötig ist.

• Das Verbot von Boxengassen-Trainingsstarts ab 2027 zeigt zugleich, dass neben der Vermarktung auch am sportlichen Reglement selbst weiter gefeilt wird.

 

DO-NOT-RIDE / RÜCKRUF-STATUS (Stand 24.09.2026)

• Husqvarna / GASGAS Offroad (Bj. 2021–2024, Braktec-Bremssattel hinten): Rückruf weltweit gültig, auch Europa betroffen – VIN-Check über Hersteller-Website oder Händler.

• BMW S 1000 RR (K67, Bj. 2019–2026): Rückruf wegen Zündschloss-Wackelkontakt, ca. 77.000 Fahrzeuge weltweit; Halter-Benachrichtigung ab Mitte September 2026.

• Honda CB1000 Hornet – Rückruf 1 (Ölverbrauch): Endmaßnahme August 2026 – JETZT Termin beim Händler buchen.

• Yamaha Ténéré 700 MJ 2025 (USA/Kanada): Do-Not-Ride aktiv – TFT-Tausch kostenlos beim Händler.

 

NOCH IM RADAR

Honda GB 500 S: EU-Marktstart voraussichtlich 2027, Details noch offen

BMW S 1000 RR neue Generation: rund 215 PS, Produktionsbeginn Mai 2027, Handel Sommer 2027

KTM 690 Rally: Serienstart Oktober 2026, UK-Preis weiterhin offen

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MV Agusta: Gerichtsentscheidung über Beschäftigungsschutzmaßnahmen im November erwartet

MotoGP-Kalender 2027: vollständige Veröffentlichung für 25. September angekündigt

 

FAZIT

Der 24. September zeigt zwei Formen von Beständigkeit, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, im Kern aber beide von langfristigem Vertrauen erzählen. Die MotoGP investiert mit der Mugello-Verlängerung in eine der emotionalsten Strecken des Kalenders und signalisiert damit, dass trotz aller Umbaupläne unter Liberty Media die sportliche Tradition nicht geopfert wird. Der deutsche Motorradmarkt wiederum bestätigt mit soliden, über mehrere Monate stabilen Zahlen, dass der Aufschwung 2026 kein Strohfeuer war – weder beim etablierten Platzhirsch BMW noch beim aufstrebenden Herausforderer CFMoto. Zwei Nachrichten, ein gemeinsamer Nenner: In der Motorradwelt lohnt sich langfristiges Engagement.

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