Suzuki feiert 50 Jahre Deutschland-Vertrieb, ZX Moto kündigt ungewöhnlichen V5-Motor für Superbike an
Freitag, 4. September 2026. Suzuki blickt in diesem Jahr auf ein halbes Jahrhundert eigenständige Präsenz auf dem deutschen Markt zurück – von der GS750 bis zur aktuellen Hayabusa. Deutlich mutiger in die Zukunft schaut der junge chinesische Hersteller ZX Moto: Firmengründer Zhang Xue hat einen völlig neuartigen V5-Motor für eine künftige Superbike bestätigt, mit dem Ziel, ab 2028 im Rennsport gegen Ducati und BMW anzutreten.
[SUZUKI | JUBILÄUM] 50 Jahre Suzuki Deutschland: Von der GS750 bis zur Hayabusa
NEU
Am 13. Januar 1976 wurde die Suzuki Motor GmbH Deutschland gegründet – zunächst zuständig für den Vertrieb von Motorrädern und Außenbordmotoren, ab 1980 ergänzt um den Automobilbereich mit dem Geländewagen LJ80.
Zum 50-jährigen Jubiläum blickt Suzuki auf eine Modellgeschichte zurück, die 1976 mit der GS750 begann: Als erstes großvolumiges Vierzylinder-Viertakt-Motorrad der Marke leistete der 748-ccm-DOHC-Motor rund 68 PS und setzte seinerzeit sowohl bei der Zuverlässigkeit als auch beim Fahrverhalten neue Maßstäbe gegenüber Honda CB750, Yamaha XS750 und Kawasaki Z900.
Zum Jubiläumsjahr legt Suzuki gleich mehrere Sondermodelle auf: Die GSX-R1000R kehrt als „40th Anniversary Edition“ für 19.990 Euro nach Europa zurück, nachdem sie 2023 wegen strengerer Abgasvorschriften aus dem europäischen Programm genommen worden war. Dazu kommen der neue Crossover SV-7GX sowie mit dem e-Address der erste vollelektrische Roller der Marke.
Bis zum 30. Juni beziehungsweise 30. September 2026 gewährt Suzuki auf ausgewählte Modelle zudem Preisvorteile von bis zu 2.200 Euro sowie zusätzliche Zubehörgutscheine – ein Jubiläumsangebot, das noch bis in den Herbst hinein läuft.
[ZX MOTO | TECHNIK] ZX-Moto-Gründer Zhang Xue bestätigt V5-Motor für künftige Superbike
NEU / HIGHLIGHT
Der 2024 gegründete chinesische Hersteller ZX Moto sorgt erneut für Aufsehen: Firmengründer Zhang Xue, zuvor Gründer und CEO der Marke Kove, hat in einem chinesischen Interview offiziell bestätigt, an einem Motor mit fünf in V-Anordnung verbauten Zylindern zu arbeiten – für eine Superbike von rund 1.000 Kubikzentimetern Hubraum. Ziel ist laut Zhang Xue der Renneinsatz ab 2028, konkrete technische Daten oder ein Modellname wurden bislang nicht veröffentlicht; kursierende, unbestätigte Angaben aus China sprechen von etwa 1.100 ccm und über 210 PS.
Die Wahl eines V5-Konzepts ist technisch bemerkenswert: Das Segment der Liter-Superbikes wird seit Jahren entweder von Reihenvierzylindern (etwa BMW S 1000 RR, Kawasaki Ninja ZX-10R) oder V4-Motoren (allen voran Ducatis Panigale V4) dominiert – ein V5 wäre eine echte Innovation in diesem Marktsegment. ZX Moto hat sich seit dem Marktstart rasant entwickelt: Im ersten Jahr in der Supersport-WM gewann Werksfahrer Valentin Debise mit dem eigens entwickelten 820RR-R-Dreizylinder bereits sechs Rennen und liegt aktuell auf WM-Rang zwei.
Zhang Xue erklärte gegenüber SPEEDWEEK.com, sein Ziel sei, ZX Moto binnen acht Jahren zu einem der zehn größten Motorradhersteller der Welt zu machen; bereits 2027 soll ein neues Werk mit einer Kapazität von 500.000 Motorrädern jährlich in Betrieb gehen.
Themen im Überblick
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Modell / Thema |
Status |
Kerndaten |
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50 Jahre Suzuki Deutschland |
Jubiläum |
Gegründet 13.1.1976, Sondermodelle & Preisvorteile bis Herbst 2026 |
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ZX Moto V5-Superbike |
Highlight |
Ca. 1.000 ccm, Renneinsatz-Ziel 2028, keine offiziellen Leistungsdaten |
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INFO: Warum ein V5-Motorradmotor eine echte Rarität wäre • In der Automobilbranche gab es V5-Motoren bereits bei VW (Golf/Bora, 1997–2006) – im Motorradbau ist die Bauform dagegen praktisch unbekannt. • Ungerade Zylinderzahlen in V-Anordnung erfordern aufwendige Lösungen für Zündfolge und Massenausgleich – ein möglicher Grund, warum bislang kaum ein Hersteller dieses Konzept verfolgt hat. • ZX Moto positioniert sich mit dem V5-Projekt bewusst als technischer Vorreiter unter den chinesischen Herstellern, ähnlich wie zuvor bereits mit dem selbst entwickelten 820-ccm-Dreizylinder für die Supersport-WM. |
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DO-NOT-RIDE / RÜCKRUF-STATUS (Stand 04.09.2026) • Husqvarna / GASGAS Offroad (Bj. 2021–2024, Braktec-Bremssattel hinten): Rückruf weltweit gültig, auch Europa betroffen – VIN-Check über Hersteller-Website oder Händler. • BMW S 1000 RR (K67, Bj. 2019–2026): Rückruf wegen Zündschloss-Wackelkontakt, ca. 77.000 Fahrzeuge weltweit; Halter-Benachrichtigung ab Mitte September 2026. • Honda CB1000 Hornet – Rückruf 1 (Ölverbrauch): Endmaßnahme August 2026 – JETZT Termin beim Händler buchen. • Yamaha Ténéré 700 MJ 2025 (USA/Kanada): Do-Not-Ride aktiv – TFT-Tausch kostenlos beim Händler. |
NOCH IM RADAR
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ZX Moto V5-Superbike: keine offiziellen technischen Daten, Renneinsatz-Ziel 2028
FAZIT
Der 4. September verbindet 50 Jahre gewachsene Markttradition mit einer Prise unverhohlenem technischem Wagemut. Suzuki zeigt mit seinem Jubiläum, wie viel Kontinuität in der Motorradbranche möglich ist, wenn eine Marke über Jahrzehnte hinweg das Vertrauen ihrer Kundschaft verdient. ZX Moto dagegen liefert den Gegenentwurf: ein noch junges Unternehmen, das mit einem in der Zweiradwelt praktisch unerprobten V5-Konzept demonstrieren will, dass chinesische Hersteller nicht nur beim Preis, sondern auch technologisch mit etablierten Marken mithalten können. Ob der V5 jemals über das Ankündigungsstadium hinauskommt, bleibt abzuwarten – spannend ist die Ambition dahinter allemal.