TVS holt Branchenveteran Marcel Driessen als Europachef für TVS und Norton
Mittwoch, 2. September 2026. Der indische TVS-Konzern verstärkt seine Europa-Führung prominent: Marcel Driessen, mit Stationen bei Yamaha, BMW Motorrad, Ducati und der Piaggio-Gruppe einer der erfahrensten Manager der europäischen Zweiradbranche, übernimmt ab 15. September als Division Head Europe die Verantwortung für TVS und Norton Motorcycles. Die Personalie fügt sich nahtlos in die jüngsten Norton-Neuigkeiten ein – erst vor wenigen Tagen hatten wir über die Markteinführung der Atlas und das neue Foster-Showroom-Konzept berichtet.
[TVS / NORTON | PERSONAL] Marcel Driessen wird neuer Europachef von TVS Motor Company und Norton
NEU / WICHTIGKEIT
TVS Motor Company hat Marcel Driessen mit Wirkung zum 15. September 2026 zum Division Head Europe ernannt. In dieser Funktion verantwortet er künftig die nächste Expansionsphase sowohl für die Marke TVS selbst als auch für die britische Traditionsmarke Norton Motorcycles, die seit 2020 zum indischen Konzern gehört.
Driessen bringt mehr als drei Jahrzehnte internationale Führungserfahrung aus der Automobil- und Premium-Motorradbranche mit: Der Deutsch-Niederländer war unter anderem Country Manager bei Yamaha Deutschland, außerdem in leitenden Positionen bei BMW Motorrad, Ducati sowie innerhalb der Piaggio-Gruppe tätig, wo er mit den Marken Piaggio, Vespa, Moto Guzzi und Aprilia zu tun hatte.
Diese Kombination aus Erfahrung bei japanischen, deutschen und italienischen Herstellern gilt als besonders wertvoll für TVS, das sich vom reinen Exporteur zu einer echten europäischen Marke weiterentwickeln will. Im Zuge der Neuordnung des internationalen Geschäfts übernimmt der bisherige Europachef Richard Tougeron künftig die Region MENA & Asia (Naher Osten, GUS, Nordafrika und Asien) von Dubai aus.
Driessen selbst zeigte sich in einer ersten Stellungnahme „geehrt“, TVS „in einem entscheidenden Moment des globalen Wachstumskurses“ zu begleiten, und betonte die „erheblichen Wachstumschancen“, die Europa biete.
[BMW | KONZEPT] BMW Vision K18: Sechszylinder-Studie deutet neue Richtung für die K-1600-Familie an
EINORDNUNG
Auf dem Concorso d'Eleganza Villa d'Este am Comer See, einem der renommiertesten Schönheitswettbewerbe für historische Fahrzeuge, hatte BMW Motorrad bereits im Mai mit der Vision K18 eine aufsehenerregende Konzeptstudie präsentiert, die weiterhin für Gesprächsstoff sorgt. Im Zentrum steht ein auf 1.800 Kubikzentimeter vergrößerter Reihensechszylinder – rund 150 ccm mehr als beim aktuellen K-1600-Triebwerk. Anders als die komfortorientierten Serienmodelle K 1600 GT, GTL und B verfolgt die als reines Einzelstück konzipierte Studie einen betont expressiven, von Hochgeschwindigkeitsflugzeugen wie der Concorde inspirierten Designansatz: gestreckte Silhouette, sechs sichtbare Ansaugrohre, sechs Endrohre und sechs LED-Scheinwerfer inszenieren den Motor als zentrales Element.
BMW-Motorrad-Chef Markus Flasch positioniert die Studie explizit als Statement zur strategischen Bedeutung des Sechszylinders innerhalb der Modellpalette. Ob und in welcher Form daraus ein Serienmodell entsteht, ließ BMW bislang offen – historisch diente ein vergleichbares Concept Bike am Comer See bereits als Vorbote für die spätere K 1600 B.
Themen im Überblick
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Modell / Thema |
Status |
Kerndaten |
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Marcel Driessen (TVS / Norton) |
Highlight |
Division Head Europe ab 15.9.2026, ex-Yamaha/BMW/Ducati/Piaggio |
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BMW Vision K18 |
Konzept |
1.800-ccm-Reihensechszylinder, Einzelstück, kein Serientermin |
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INFO: Warum die Personalie für Norton besonders wichtig ist • Norton hat mit Manx, Manx R, Atlas und Atlas GT seit November 2025 gleich vier komplett neue Modellfamilien vorgestellt – ohne ein starkes europäisches Vertriebs- und Händlernetz bleibt dieses Potenzial jedoch ungenutzt. • Driessens Erfahrung bei etablierten Premiummarken wie BMW Motorrad und Ducati gilt als direkt übertragbar auf Nortons Positionierung im gehobenen Marktsegment. • Die Personalie fällt zeitlich mit dem kürzlich vorgestellten Foster-+-Partners-Showroom-Konzept zusammen – beides deutet auf einen koordinierten, europaweiten Aufbau der Marke hin. |
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DO-NOT-RIDE / RÜCKRUF-STATUS (Stand 02.09.2026) • Husqvarna / GASGAS Offroad (Bj. 2021–2024, Braktec-Bremssattel hinten): Rückruf weltweit gültig, auch Europa betroffen – VIN-Check über Hersteller-Website oder Händler. • BMW S 1000 RR (K67, Bj. 2019–2026): Rückruf wegen Zündschloss-Wackelkontakt, ca. 77.000 Fahrzeuge weltweit; Halter-Benachrichtigung ab Mitte September 2026. • Honda CB1000 Hornet – Rückruf 1 (Ölverbrauch): Endmaßnahme August 2026 – JETZT Termin beim Händler buchen. • Yamaha Ténéré 700 MJ 2025 (USA/Kanada): Do-Not-Ride aktiv – TFT-Tausch kostenlos beim Händler. |
NOCH IM RADAR
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FAZIT
Der 2. September zeigt, dass hinter jeder Modelloffensive am Ende Menschen stehen müssen, die sie in den Markt tragen. Mit Marcel Driessen holt sich TVS für Norton und die eigene Marke einen der erfahrensten Manager der europäischen Zweiradbranche – ein klares Signal, dass der Neustart mehr sein soll als eine Ansammlung neuer Modelle. BMWs Vision K18 erinnert derweil daran, dass auch etablierte Hersteller regelmäßig neu über ihre eigene Zukunft nachdenken müssen, selbst wenn am Ende nur ein Einzelstück und viele offene Fragen übrig bleiben.