Yamaha Ténéré 700: Blinker können ausfallen – Do Not Ride – 4.173 Maschinen betroffen

Montag, 15. Juni. Yamaha hat am 9. Juni 2026 in den USA einen ernstzunehmenden Sicherheitsrückruf für alle Ténéré 700 des Modelljahrs 2025 eingeleitet und gleichzeitig eine Do-Not-Ride-Empfehlung ausgesprochen – ein selten verwendetes Instrument, das zeigt, wie ernst Yamaha die Situation nimmt. Die Ursache: Ein Designfehler in der digitalen Instrumenteneinheit kann dazu führen, dass die Blinker nicht so funktionieren, wie der Fahrer es erwartet. 4.173 Maschinen in den USA, 860 in Kanada. Reparatur: kostenloser Tausch der kompletten TFT-Einheit. Europa: noch kein Rückruf bestätigt.

[RÜCKRUF | PRIO 1] – Yamaha Ténéré 700 MJ 2025: Blinkerausfall – Do Not Ride – alle Details

 

Was am 9. Juni 2026 passiert ist: Die Yamaha Motor Corporation USA hat beim US-amerikanischen Verkehrsministerium (NHTSA) einen Sicherheitsrückruf für alle Ténéré 700 des Modelljahrs 2025 eingeleitet. Yamaha hat gleichzeitig eine ausdrückliche Do-Not-Ride-Empfehlung ausgesprochen: Betroffene Maschinen sollen bis zur Reparatur nicht bewegt werden. Diese Empfehlung ist bei Motorradrückrufen ungewöhnlich – sie kommt nur dann zum Einsatz, wenn der Hersteller das Sicherheitsrisiko als unmittelbar einstuft.

 

Was der Fehler ist: Yamaha Motor Co. Limited (Japan) hat die US-Tochter darüber informiert, dass ein Designfehler in der Blinkerschaltung innerhalb der Meter Assembly (das 6,3-Zoll-TFT-Display-Modul) vorliegt. Dieser Fehler kann dazu führen, dass die Blinker nicht oder nicht wie erwartet funktionieren – entweder gar nicht blinken, oder in einem unerwarteten Muster. Für andere Verkehrsteilnehmer sind Blinker das primäre Zeichen für Abbiegeabsichten. Ein unzuverlässiger oder ausgefallener Blinker erhöht das Unfallrisiko erheblich.

 

Yamaha Ténéré 700 Rückruf 2026 – alle bekannten Fakten

 

Rückruf-Datum 9. Juni 2026 — Yamaha Motor Corporation USA

Rückruf-Nummer 990190 (Yamaha intern)

NHTSA-Datenbank FIN-Suche ab 26. Juni 2026 bei nhtsa.gov

Betroffene Modelle Yamaha Ténéré 700 Modelljahr 2025 — 100% aller produzierten Einheiten

Produktionszeitraum 2. Dezember 2024 bis 29. August 2025

Stückzahl USA 4.173 Fahrzeuge

Stückzahl Kanada 860 Fahrzeuge

Fehler Designfehler in Blinkerschaltung der Meter Assembly (6,3-Zoll-TFT-Display-Einheit)

Symptom Blinker funktionieren nicht oder nicht wie erwartet — ganz oder teilweise

Risiko Erhöhtes Unfallrisiko durch mangelnde Signalisierung gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern

Do-Not-Ride Aktive Empfehlung: Maschine bis zur Reparatur nicht bewegen

 

Reparatur Vollständiger Austausch der Meter Assembly (komplettes TFT-Display-Modul) — kostenlos

Händler-Benachrichtigung 26. bis 29. Juni 2026

Besitzer-Benachrichtigung 26. bis 29. Juni 2026 (schriftlich)

Unfall-/Verletzungsberichte Keine bis zum 9. Juni 2026 — präventiver Rückruf

 

Erkennungsmerkmal Maschinen nach September 2025 produziert haben korrigierte Einheit — erkennbar an braunem Kontrollaufkleber am hinteren Gehäuse

Garantie Ersatzteile Yamaha kündigt 15-Jährige Ersatzteilverfügbarkeit für Recall-Teil an

Kontakt USA 1-800-962-7926 unter Rückrufnummer 990190

NHTSA-Hotline 1-888-327-4236 (TTY: 1-888-275-9171)

 

Was eine „Do-Not-Ride“-Empfehlung bedeutet – und wie selten sie ist: Yamaha setzt das Do-Not-Ride-Instrument nicht routinemäßig ein. Bei den meisten Fahrzeugrückrufen empfiehlt der Hersteller, baldmöglichst einen Händlertermin zu vereinbaren, aber das Fahren bis dahin zu tolerieren. Eine Do-Not-Ride-Empfehlung bedeutet: Das Risiko wird als zu hoch eingestuft, um das Fahrzeug auch nur für den Weg zum Händler zu nutzen. Das ist konsequent – denn ausgefallene Blinker können bei einem Überholmanöver, einem Fahrstreifenwechsel auf der Autobahn oder einem Abbiegevorgang in einer Stadt lebensgefährlich sein. Die Yamaha-Reaktion ist hier vorbildlich: lieber zu vorsichtig als zu spät.

 

Warum 100% aller produzierten Einheiten betroffen sind: Der Rückruf betrifft laut Yamaha 100 Prozent der produzierten Modelljahr-2025-Maschinen in den USA – das ist ungewöhnlich. Normalerweise betreffen Rückrufe nur bestimmte Seriennummernbereiche oder Produktionszeiträume. Dass hier alle Maschinen eines Modelljahrs betroffen sind, deutet auf einen systema­tischen Designfehler hin, nicht auf einen Fertigungsfehler in einer einzelnen Charge. Nur Maschinen, die nach September 2025 produziert wurden (also Teilpopulation der 2025er-Produktion mit korrigierter Einheit), sind ausgenommen.

 

Europa-Status: kein Rückruf bestätigt – aber Vorsicht geboten: Yamaha Motor Europe hat bis heute keinen entsprechenden Rückruf in der EU eingeleitet oder im RAPEX-Schnellwarnsystem gemeldet. Es gibt zwei mögliche Erklärungen: Entweder wurden die europäischen Ténéré 700 MJ 2025 aus einer anderen Produktionslinie gefertigt und haben bereits die korrigierte Einheit, oder der europäische Rückruf folgt zeitnah. Wer eine Ténéré 700 Baujahr 2025 in Deutschland besitzt: Heute beim Yamaha-Händler anrufen und nachfragen, ob das eigene Fahrzeug betroffen ist. Den Produktionszeitraum (Dezember 2024 bis August 2025) und die Frage nach dem braunen Kontrollaufkleber am Display-Gehäuse als Erkennungsmerkmal der korrigierten Version nutzen.

 

⚠️ Ténéré 700 MJ 2025 in Deutschland: Händler anrufen und FIN prüfen lassen. Erkennungszeichen der korrigierten Einheit: brauner Kontrollaufkleber am hinteren Gehäuse der Meter Assembly. Solange keine Bestätigung: bis zum Händlerbesuch auf das Fahrzeug verzichten — analog zur US-Empfehlung.

 

 

[RÜCKBLICK | WOCHENENDE] – Kawasaki Days Grefrath: 8.000 Besucher – Umzug von Speyer hat sich gelohnt

 

Was am ersten Grefrath-Wochenende passiert ist: Die Kawasaki Days 2026 – zum ersten Mal am Eventpark Grefrath am Niederrhein statt wie bisher am Speedway Speyer – haben rund 8.000 Besucher angezogen. Das ist nach allem, was Kawasaki Germany kommuniziert, ein starkes Ergebnis für einen neuen Standort. Der Eventpark Grefrath liegt günstig: Mönchengladbach, Krefeld und das Ruhrgebiet in Reichweite, außerdem gut erreichbar aus den Niederlanden und Belgien. Was das Angebot umfasste: Probefahrten auf dem Parcours mit aktuellen 2026er-Modellen, Fahrzeugpräsentationen, eine Ninja H2 SX SE Fahrdemo sowie Kawasaki-Zubehör- und Bekleidungsshow.

 

Kawasaki Days 2026 Grefrath – Rückblick in Zahlen

 

Besucher Ca. 8.000 — starkes Ergebnis für neuen Standort

Datum 6. und 7. Juni 2026

Ort Eventpark Grefrath, Am Stadtpark 5, 47929 Grefrath — Niederrhein

Eintritt Kostenlos

Probefahrten Kawasaki Z900 RS 50th Anniversary — Ninja 1100 SX — ZX-4RR — Versys 1000 SE — alle MJ 2026

Highlight Ninja H2 SX SE Fahrdemo — Superbike-Supercharger auf Straßenreifen

Umzug von Speedway Speyer — seit ca. 2015 bisheriger Standort

Fazit Kawasaki Germany Mehr Fläche für Testparcours und Aussteller als in Speyer

 

Einordnung: 8.000 Besucher an zwei Tagen bei kostenlosem Eintritt – das ist für ein markenspezifisches Motorrad-Event ein respektables Ergebnis. Zum Vergleich: Das EICMA Riding Fest in Misano Anfang Mai zog mit demselben kostenlos-Konzept und 500+ Maschinen über 25.000 Besucher an drei Tagen – aber das ist das größte Event seiner Art in Europa. Der Grefrath-Standort hat einen Vorteil, den Speyer nicht hatte: die Nähe zu einer dicht besiedelten Metropolregion am Niederrhein. Ob 2027 wieder Grefrath oder ein weiterer Standortwechsel folgt, hat Kawasaki noch nicht kommuniziert.

 

 

[AUSBLICK | DIESE WOCHE] – Suzuki SV-7GX Pressefahrt – erste Fahrberichte erwartet

 

Was diese Woche noch passiert: Suzuki hat die internationale Pressefahrt zum SV-7GX für Mitte Juni 2026 angekündigt. Nach allem, was über die Terminplanung bekannt ist, findet sie diese Woche statt. Die ersten deutschen Fahrberichte – von Tourenfahrer, Motorradonline und 1000PS – sind für diese oder nächste Woche zu erwarten. Das Wichtigste, das die Pressefahrt beantworten muss: Hält der V-Twin-Charakter des 645er-Motors, was der Preis von 7.999 Euro verspricht? Und wie schlägt sich die SV-7GX gegen die Yamaha Tracer 7, die 2.500 Euro mehr kostet?

 

ℹ️ SV-7GX zur Erinnerung: 645 ccm V-Twin 90°, 73 PS, 64 Nm, Ride-by-Wire, bidirektionaler Quickshifter, A2-Modus (60 PS). Ab 7.999 € (Pearl White) bis 8.999 € (Touring Edition mit Tankrucksack 14 L, Softtaschen 35 L). Herbst 2026 Marktstart DE.

 

 

[UPDATE | PRIO 1] – Rückrufe im Überblick – Stand 15. Juni 2026

 

⚠️ NEU: Yamaha Ténéré 700 MJ 2025 (USA/Kanada): Do Not Ride. Händler anrufen, FIN prüfen. Europa noch kein Rückruf — aber Vorsicht geboten. Honda CB1000 Hornet Rückruf 1 (Ölverbrauch): Endmaßnahme August 2026. Honda CBR600RR: alle 500 km Ölstand prüfen — Endmaßnahme Juli 2026. Harley Airbox (26V270): KBA DE ausstehend.

 

 

NOCH IM RADAR

Suzuki SV-7GX: Pressefahrt diese Woche — erste Fahrberichte erwartet.

 

Vespa World Days Rom: 25.–28. Juni 2026 — in 10 Tagen.

 

Ducati Desmo450 EDS: Marktstart Juli 2026.

 

BMW R20: Serienenthüllung wahrscheinlich 2026.

 

KTM-Affäre: KBA-Ergebnis ausstehend.

 

Honda CB1000F: ab sofort bei Händlern, 12.329 €.

 

FAZIT: MOTO-NEWS VOM 15. JUNI 2026

Der Yamaha-Rückruf ist der bedeutendste Sicherheitshinweis dieser Woche – nicht wegen der Stückzahl, sondern wegen der Do-Not-Ride-Empfehlung und der Tatsache, dass 100 Prozent aller Modelljahr-2025-Maschinen betroffen sind. Ein Designfehler, kein Fertigungsfehler – das ist die schlechtere Kategorie. Yamaha hat klar und proaktiv reagiert: kein Fahren bis zum kostenlosen Display-Tausch. Das ist richtig. Die Kawasaki Days in Grefrath haben gezeigt, dass Marken-Events mit Testfahrt-Angebot funktionieren – 8.000 Menschen an einem Wochenende für eine einzige Marke ist bemerkenswert. Und diese Woche entscheidet die SV-7GX-Pressefahrt, ob Suzukis günstigster Crossover hält, was er auf dem Papier verspricht.

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