Test Honda CB1000 Hornet (2026)
152 PS Vierzylinder-Streetfighter für 10.729 Euro – das beste Preis-Leistungs-Verhältnis der Klasse
Stand: 10.4.2026 | Getestetes Modell: Honda CB 1000 Hornet (2026) | Preis ab: 10.729 Euro inkl. Überführung (Basis); 12.599 Euro (SP)
Motor: 999 cm³ Reihenvierzylinder, 152 PS, 104 Nm – Fireblade-Gene für die Straße abgestimmt
999 cm³, DOHC, Reihenvierzylinder, flüssigkeitsgekühlt, 16 Ventile, PGM-FI-Einspritzung, Ride-by-Wire, Euro 5+. 111,6 kW (152 PS) bei 11.000/min, 104 Nm bei 9.000/min. Verdichtung 11,7:1. Der Motor basiert auf dem überarbeiteten Aggregat aus der CBR1000RR Fireblade (Jahrgang 2017), für den Naked-Bike-Einsatz in Richtung mehr Durchzug im unteren und mittleren Drehzahlbereich umgestimmt: neue Druckgusskolben, geänderte Nockenprofile, angepasste Einspritzung. Kein Verlust an Charakter – der Motor dreht bereitwillig, reagiert präzise auf Gasbefehle und bietet auf der Landstraße mehr Schub als man in einem legalen Rahmen je ausschöpfen wird. Anti-Hopping-Kupplung serienmäßig.
Fünf Fahrmodi: Sport, Standard, Rain sowie zwei individuell konfigurierbare User-Modi (HSTC in 4 Stufen, Wheelie Control, Motorleistung und Motorbremse jeweils in 3 Stufen anpassbar). Kein Quickshifter serienmäßig – als Originalzubehör erhältlich. Keine IMU, kein schräglagenabhängiges ABS – beides fehlt gegenüber Konkurrenten wie Ducati Streetfighter V4 oder Aprilia Tuono V4, für die Zielgruppe und den Preis aber verschmerzbar.
Fahrwerk: Einstellbare Showa SFF-BP, 310-mm-Bremsen, 118/138 mm Federweg – seriöse Ausstattung
Vorne: Showa SFF-BP Upside-Down-Gabel, ø 41 mm. Einstellbar in Federvorspannung, Zug- und Druckstufendämpfung, 118 mm Federweg. Das ist mehr als bei der CB 750 Hornet und CB 650 R, die jeweils nicht einstellbare Gabeln haben: Die CB 1000 Hornet bietet trotz Basismodell-Positionierung eine vollwertig einstellbare Gabel. Hinten: Aluminium-Schwinge mit Pro-Link, Showa-Monodämpfer, einstellbar in Federvorspannung und Zugstufendämpfung, 138 mm Federweg. Bremsen vorne: 2× 310-mm-Scheiben (schwimmend gelagert) mit radial montierten Vierkolben-Bremssätteln von Nissin; ABS serienmäßig. 240-mm-Scheibe hinten. Dunlop Sportmax Roadsport 2 serienmäßig.
Stahl-Brückenrahmen mit 70 % höherer Torsionssteifigkeit als der Vorgänger-Rahmen (Honda-Angabe). Radstand: 1.455 mm; Nachlauf: nur 98 mm – kurzer Nachlauf für direktes, agiles Einlenkverhalten. Lenkkopfwinkel: 65°. Das Fahrwerk der CB 1000 Hornet ist auf sportive Straßentauglichkeit ausgelegt. Trackday-Einsatz ist theoretisch möglich, aber bitte. Das ist keine Rennstreckenwaffe.
Ergonomie: 809 mm Sitzhöhe, aufrechte Streetfighter-Haltung, LED-Doppelscheinwerfer, 5-Zoll-TFT
809 mm Sitzhöhe – 1 mm weniger als CBR 650 R und CB 650 R (810 mm), aber gleiches Gefühl beim Aufsteigen. Die Sitzposition ist aufrecht und fahraktiv, der breite Lenker gibt guten Hebel für dynamisches Einlenken. Der einteilige Stahl-Brückenrahmen verlagert das Gewicht durch seine Geometrie nach vorne auf das Vorderrad – das ergibt ein agiles, vorderrad-fokussiertes Handling. Der superkompakte LED-Doppelscheinwerfer in der diskreten Frontverkleidung ist das markante Designmerkmal der CB 1000 Hornet; schwarzer Rahmen, schwarze Räder, schwarze Schwinge als Designsprache. Tank: 17 Liter; Reichweite ca. 280–300 km bei sportivem Fahrstil (Verbrauch ca. 5,9 l/100 km).
5-Zoll-TFT-Farbdisplay mit Anti-Glare-Beschichtung; 4-Wege-Schalter am linken Lenker; Honda RoadSync serienmäßig (Navigation, Musik, Sprachsteuerung, Telefon). Tachometer, Drehzahlmesser, Schaltblitz, Ganganzeige, Fahrmodus-Anzeige. Kein Quickshifter im Serienumfang. Keine USB-C-Buchse serienmäßig (aber im Zubehörkatalog).
Handhabung: 211 kg vollgetankt, 152 PS – mehr Leistung als je, gut beherrschbar durch Elektronik
211 kg vollgetankt – das ist für 152 PS ein gutes Leistungsgewicht. Yamaha MT-09: 119 PS, 193 kg. Kawasaki Z 900: 95 PS, 213 kg. Die CB 1000 Hornet setzt gegenüber der MT-09 auf deutlich mehr Hubraum und PS bei etwas mehr Gewicht. Praktisch: Die Elektronik-Pakete machen die Kraft gut dosierbar. Im Standard- und Rain-Modus ist die Leistungsentfaltung zahm genug für erfahrene Neueinsteiger in die 1000er-Klasse; im Sport-Modus gibt es das volle Paket. Der kurze Nachlauf von 98 mm ergibt direktes, lebhaftes Handling.
Ein Kritikpunkt, der in Tests einheitlich genannt wird: kein schräglagenabhängiges ABS und keine IMU – in der Klasse über 150 PS inzwischen eigentlich Standard (Aprilia Tuono V4 Factory, Ducati Streetfighter V4). Der Preisvorteil wiegt jedoch schwer: Die CB 1000 Hornet kostet weniger als die Hälfte des Ducati Streetfighter V4. Wer schräglagenabhängige Systeme und Rennstrecken-Elektronik will, greift zur SP und akzeptiert den Preisaufschlag, oder sieht sich bei Aprilia, Ducati und KTM um.
SP-Variante: 157 PS, Öhlins TTX36, Brembo Stylema, Quickshifter – ab 12.599 Euro
Die CB 1000 Hornet SP ist keine andere Lackierung – sie ist ein echtes technisches Upgrade. Motor: leicht modifiziert für 115,6 kW (157 PS) bei 10.500 U/min und 107 Nm bei 8.250 U/min; +5 PS / +3 Nm gegenüber Basis. Fahrwerk hinten: voll einstellbares Öhlins TTX36 Federbein (statt Showa). Gabel vorne: identische Showa SFF-BP, bei der SP ebenfalls voll einstellbar. Bremsen vorne: Brembo Stylema Vierkolben-Radialsättel (statt Nissin). Quickshifter mit Blipper-Funktion serienmäßig (statt Zubehör). Gewicht: 212 kg vollgetankt (1 kg mehr). Farbe: Matt Ballistic Black Metallic mit goldenen Felgen und goldeloxierter Gabel. Preis: ab 12.599 Euro inkl. Überführung. Aufpreis über Basis: ca. 1.870 Euro für Öhlins, Brembo, Quickshifter und 5 PS mehr.
Kosten: 10.729 Euro – kein anderer 150-PS-Streetfighter kommt an diesen Preis heran
10.729 Euro inkl. Überführung. CB 1000 Hornet SP: 12.599 Euro. Der Marktvergleich ist eindeutig: Yamaha MT-09 ab ca. 11.449 Euro plus Nebenkosten (119 PS, Dreizylinder, mit IMU und schräglagenabhängigem ABS – höheres Preisniveau, weniger PS, mehr Elektronik). Kawasaki Z 900 ab 10.170 Euro. Aprilia Tuono V4: 17.999 Euro. Ducati Streetfighter V4: über 25.000 Euro. Die CB 1000 Hornet bietet 152 PS für 10.729 Euro – dieses Preis-Leistungs-Argument ist unschlagbar und hat bei der Einführung 2025 zu Recht Schlagzeilen gemacht.
Inspektionen alle 12.000 km. Garantie: 2 Jahre; Verlängerung auf bis zu 6 Jahre möglich (jährlich, bei Wartung durch Honda-Vertragshändler). Hinweis: Es gab einen Rückruf wegen Benzinaustritt – bei neueren Exemplaren behoben; beim Händler nachfragen.
Fazit
Die Honda CB 1000 Hornet hat das Preis-Leistungs-Gefüge im Naked-Bike-Segment über 150 PS 2025 neu kalibriert. 152 PS, einstellbare Showa SFF-BP, 310-mm-Bremsen, fünf Fahrmodi, Wheelie Control, TFT, RoadSync – ab 10.729 Euro. Der Mangel an IMU und schräglagenabhängigem ABS ist der einzige ernst zu nehmende Einwand. Wer das will, nimmt die SP – oder zahlt das Doppelte bei der Konkurrenz. Alle anderen kaufen die Hornet.
Kurzcheck
+ 152 PS / 104 Nm ab 10.729 Euro – unerreichtes Preis-Leistungs-Verhältnis in der Klasse
+ Showa SFF-BP voll einstellbar (Zug-/Druckstufe, Vorspannung) – besser als bei vielen teureren Konkurrenten
+ 2× 310-mm-Bremsen, Nissin Vierkolben-Radial serienmäßig
+ Fünf Fahrmodi inkl. zwei User-Modi (HSTC 4-stufig, Wheelie Control, Motorleistung, Motorbremse anpassbar)
+ Wheelie Control serienmäßig
+ 5-Zoll-TFT mit Honda RoadSync serienmäßig
+ Kurzer Nachlauf (98 mm): agiles, direktes Einlenkverhalten
+ SP-Option mit Öhlins TTX36, Brembo Stylema, Quickshifter, +5 PS – für 12.599 Euro
+ Garantieverlängerung bis 6 Jahre möglich
– Keine IMU: kein schräglagenabhängiges ABS oder Traktionskontrolle – in der Leistungsklasse inzwischen Konkurrenzstandard
– Kein Quickshifter serienmäßig (nur Zubehör)
– 809 mm Sitzhöhe: für kürzere Fahrer mit Tiptoeing
– Verbrauch ca. 5,9 l/100 km; ca. 280–300 km Reichweite
– Rückruf wegen Benzinaustritt (behoben bei neueren Exemplaren; beim Händler prüfen)
– Garantie 2 Jahre (Basisgarantie)
Technische Daten: Honda CB 1000 Hornet (2026)
Fertigungsland: Japan
Motor: Flüssigkeitsgekühlter Reihenvierzylinder-Viertaktmotor, DOHC, 16 Ventile, PGM-FI-Einspritzung, Ride-by-Wire, Euro 5+; Basis: CBR1000RR-Fireblade-Aggregat (Jahrgang 2017), für Naked-Bike-Einsatz umgestimmt
Hubraum: 999 cm³
Leistung: 111,6 kW (152 PS) bei 11.000/min
Drehmoment: 104 Nm bei 9.000/min
Verdichtung: 11,7:1
Getriebe: 6 Gänge; Kettenantrieb; Anti-Hopping-Kupplung serienmäßig; Quickshifter als Zubehör
Fahrmodi: Sport, Standard, Rain + 2 User-Modi; HSTC 4-stufig; Wheelie Control; Motorleistung und Motorbremse je 3-stufig einstellbar
Rahmen: Einteiliger Stahl-Brückenrahmen; Torsionssteifigkeit +70 % vs. Vorgänger (Honda-Angabe)
Fahrwerk vorn: Showa SFF-BP Upside-Down-Gabel, ø 41 mm; einstellbar: Federvorspannung, Zugstufe, Druckstufe; 118 mm Federweg
Fahrwerk hinten: Aluminiumschwinge, Pro-Link, Showa-Monodämpfer; einstellbar: Federvorspannung, Zugstufe; 138 mm Federweg
Bremsen vorn: 2× 310-mm-Scheibe (schwimmend gelagert), radial montierte Vierkolben-Bremssättel (Nissin)
Bremsen hinten: 240-mm-Scheibe, Zweikolben-Bremssattel
Assistenzsysteme: ABS serienmäßig; HSTC-Traktionskontrolle (4-stufig) serienmäßig; Wheelie Control serienmäßig; kein schräglagenabhängiges ABS; keine IMU
Räder: Aluminium-Gussräder, 17 Zoll
Reifen vorn: 120/70 ZR17
Reifen hinten: 180/55 ZR17
Display: 5-Zoll-TFT-Farbdisplay mit Anti-Glare; 4-Wege-Schalter; Honda RoadSync serienmäßig (Navigation, Musik, Sprachsteuerung, Telefon)
Beleuchtung: LED-Doppelscheinwerfer serienmäßig
Gewicht vollgetankt: 211 kg (Basis); 212 kg (SP)
Sitzhöhe: 809 mm
Radstand: 1.455 mm
Nachlauf / Lenkkopfwinkel: 98 mm / 65°
Tankinhalt: 17 Liter
SP-Variante: 157 PS (115,6 kW) / 107 Nm; Öhlins TTX36 voll einstellbar; Brembo Stylema Vierkolben-Radial; Quickshifter mit Blipper serienmäßig; goldene Felgen; Matt Ballistic Black Metallic; 212 kg vollgetankt
Preis (D): Ab 10.729 Euro inkl. Überführung. SP: ab 12.599 Euro
Garantie: 2 Jahre; Verlängerung bis 6 Jahre möglich (jährlich, bei Honda-Vertragshändler-Wartung)