Test Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP (2026)

Öhlins Spool-Valve, Brembo Stylema R, Akrapovič Titan – das vollständige Supersportpaket

Die Fireblade SP ist nicht einfach eine teurere Fireblade – sie ist die Version, bei der Honda an jedem fahrwerksrelevanten Punkt auf die beste verfügbare Serienbautechnologie gegriffen hat. Motor identisch mit der Basis: 217 PS, Twin-TBW, Titan-Pleuel. SP-exklusiv: Öhlins S-EC3.0 (SV) NPX-Gabel und Öhlins TTX36 (SV) Federbein mit Spool-Valve-Technologie; Brembo Stylema R (fading-beständiger); Akrapovič Titan-Schalldämpfer mit Spezialventil; Brembo-Hauptzylinder und -Bremshebel vorne. 201 kg vollgetankt. 30.309 Euro inkl. Überführung.

Stand: 13.4.2026 | Getestetes Modell: Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP (2026) | Preis: 30.309 Euro

Motor: Identisch mit der Basis – 217 PS, Twin-TBW, Akrapovič Titan-Schalldämpfer mit Spezialventil steigert den Charakter

999 cm³, DOHC, Reihenvierzylinder, flüssigkeitsgekühlt, 16 Ventile, PGM-FI. 159,5 kW (217 PS) bei 14.000/min, 113 Nm bei 12.000/min – identisch mit der Basis-Fireblade. Verdichtung 13,6:1. Titan-Pleuel, Schmiedekolben aus A2618-Aluminium (RC213V-Material). Twin Throttle By Wire – getrennte Ansteuerung pro Zylinderpaar. Anti-Hopping-Kupplung serienmäßig. Quickshifter mit Blipper, 3-stufig, serienmäßig. Launch Control serienmäßig. Lithium-Ionen-Akku serienmäßig.

SP-exklusiv: Akrapovič Titan-Schalldämpfer, gemeinsam entwickelt, Titan für geringes Gewicht und optimale Massenzentrierung. Das Spezialventil im Schalldämpfer erhöht das Drehmoment im unteren Drehzahlbereich und die Leistung im oberen Bereich – der Grundmotor bleibt baugleich, aber der Akrapovič ergibt eine spürbare Ergänzung des Charakters. Der Auspuffklang steigt mit der Drehzahl linear an; Honda beschreibt ihn als den Sound eines WM-Superbikes. Standgeräusch: 95 dB(A) – an der Tiroler Fahrverbotsgrenze (95 dB).

Fahrwerk: Öhlins S-EC3.0 (SV) NPX + TTX36 (SV) mit Spool-Valve – nicht nur elektronisch einstellbar, sondern technologisch anders

Das Fahrwerk der SP ist der entscheidende Unterschied zur Basis – und er liegt nicht nur in der Marke, sondern in der Technologie. Gabel: Öhlins S-EC3.0 (SV) NPX, ø 43 mm; druckbeaufschlagtes Dämpfersystem (NPX – Non Pressurized X); elektronisch einstellbar; Spool-Valve-Technologie (SV); 125 mm Federweg. Federbein: Öhlins TTX36 (SV); elektronisch einstellbar; Spool-Valve-Technologie; 143 mm Federweg. Spool-Valve-Technologie bedeutet: Das Dämpfungselement arbeitet mit einem ventillosen Schieber-Konzept statt konventioneller Shims. Das ergibt geringere innere Reibung, präzisere Ansprechcharakteristik auf kleine Fahrbahnunebenheiten und ein feinstufigeres Regelverhalten der Elektronik. Die Basis-Fireblade hat gute Showa-Fahrwerke – die SP hat das qualitativ nächste Level.

Bremsen vorne: 2× 330-mm-Scheiben mit radial montierten Brembo Stylema R Vierkolben-Monoblock-Bremssätteln. Das „R“ steht für eine überarbeitete Version des Stylema: zusätzlich widerstandsfähiger gegen thermisches Fading, mit verbesserter Kühlrippen-Geometrie. Brembo liefert außerdem den Hauptzylinder vorne und den Bremshebel – ein vollständig integriertes Bremssystem aus einer Hand. Hinten: Brembo-Zweikolben-Sattel, 220-mm-Scheibe. ABS mit Kurvenfunktion, 3-stufig (Race/Track/Standard), 6-Achsen-IMU serienmäßig. HESD 3-stufig elektronisch. Bridgestone Battlax Racing Street RS11 serienmäßig.

Ergonomie: 830 mm Sitzhöhe, Rennposition, Öhlins-Display für Fahrwerkskonfiguration – identisch mit Basis, aber mehr Setup-Möglichkeiten

830 mm Sitzhöhe – identisch mit der Basis. Extreme Rennposition: tiefe Lenkerstummel, maximale Vorbeuge. Das TFT-Display (5 Zoll) bietet bei der SP die vollständige Öhlins-Fahrwerkskonfiguration über das Display: Federvorspannung, Zugstufe und Druckstufe vorne und hinten elektronisch einstellbar, inkl. automatischer Berechnung der empfohlenen Federvorspannung bei Fahrgewicht-Eingabe. Farben 2026 SP: Grand Prix Red (CBR-Tricolour), Schwarz. SP Carbon Edition: Carbonfaser-Vollverkleidung, auf 300 Exemplare in Europa limitiert, Aluminiumplakette mit individueller Nummer, nur in Schwarz.

Tankinhalt: 16,1 Liter. Reichweite ca. 280 km bei ca. 5,8 l/100 km. Radstand: 1.455 mm (5 mm länger als Basis mit 1.450 mm). Gewicht vollgetankt: 201 kg (1 kg mehr als Basis, trotz Akrapovič-Titan-Auspuff – das Öhlins-Paket ist geringfügig schwerer als die Showa-Komponenten). Winglets: neue Form 2026 – 10 % weniger Giermoment bei gleichem Abtrieb.

Handhabung: Spool-Valve auf der Rennstrecke – der Unterschied zur Basis wird bei höherem Tempo spürbarer

Im Alltagsbetrieb auf der Straße ist der Unterschied zwischen Basis und SP subtiler als der Preisunterschied vermuten lässt. Das Öhlins-Fahrwerk der SP spricht feiner an und lässt sich präziser auf den Fahrer abstimmen. Doch der Unterschied wird erst bei höherem Tempo, härterem Fahrstil und auf der Rennstrecke voll spürbar. Die Brembo Stylema R sind bei Mehrfachbremsungen aus hohem Tempo sicherer gegen Fading als die Stylema der Basis – auf der Rennstrecke ein echter Unterschied. Der Akrapovič-Auspuff verrät nicht nur akustisch eine höhere Ambition, sondern liefert über das Spezialventil auch eine etwas veränderte Drehmomentkurve.

Wer kauft die SP? Fahrer, die die Fireblade auf der Rennstrecke einsetzen und dabei nicht nachträglich in Öhlins, Brembo und Akrapovič investieren wollen. Der Aufpreis von ca. 4.000 Euro gegenüber der Basis kauft Komponenten, deren Neupreis als Nachrüstung deutlich höher läge. Die SP ist das konsequentere Angebot für den ambitionierten Fahrer.

Ausstattung: Was die SP gegenüber der Basis mehr hat – und was beide teilen

SP-exklusiv: Öhlins S-EC3.0 (SV) NPX-Gabel (Spool-Valve, elektronisch einstellbar), Öhlins TTX36 (SV) Federbein (Spool-Valve, elektronisch einstellbar), Brembo Stylema R Vierkolben-Monoblock-Bremssättel (Fading-beständiger), Brembo-Hauptzylinder und -Bremshebel vorne, Akrapovič Titan-Schalldämpfer mit Spezialventil. Mit Basis geteilt: Motor (217 PS, Twin-TBW, Titan-Pleuel, A2618-Kolben), Fahrwerksgeometrie (Aluminium-Brückenrahmen, längere Schwinge), 330-mm-Doppelscheiben vorne (Scheibengröße identisch), 6-Achsen-IMU, Kurven-ABS 3-stufig, HSTC, Wheelie Control, Rear-Lift-Control, Launch Control, HESD 3-stufig, Quickshifter 3-stufig, 5-Fahrmodi, 5-Zoll-TFT, Winglets, Bridgestone RS11, Lithium-Ionen-Akku, Sitzhöhe, Tankinhalt.

Kosten: 30.309 Euro – Aufpreis zur Basis kauft Öhlins, Brembo Stylema R und Akrapovič

Aufpreis gegenüber Basis-Blade: ca. 4.000 Euro. Wettbewerb: Ducati Panigale V4 S (ca. 36.000 Euro, Öhlins vorne/hinten, Brembo, 214 PS). Aprilia RSV4 Factory (ca. 27.050 Euro, Öhlins vorne/hinten, Brembo, 220 PS). BMW M 1000 RR (ab 36.300 Euro plus Nebenkosten). Die CBR 1000 RR-R Fireblade SP ist damit preislich auf dem Niveau der direkten Supersport-Konkurrenz mit Top-Fahrwerksausstattung.

SP Carbon Edition: Carbonfaser-Vollverkleidung, auf 300 Exemplare in Europa limitiert, Aluminiumplakette mit individueller Nummer; Preis auf Anfrage beim Händler (Marktdaten ca. 32.000 Euro). Garantie: 2 Jahre ohne Kilometerbeschränkung (Basisgarantie). Kostenpflichtige Verlängerung über Honda GarantiePlus möglich.

Fazit

Die Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP ist die Version der Fireblade, die für die Rennstrecke gemacht ist – ohne Abstriche auf der Straße. Öhlins Spool-Valve-Elektronikfahrwerk, Brembo Stylema R, Akrapovič – für gut 30 Mille. Wer den Aufpreis von ca. 4.000 Euro gegenüber der Basis scheut, macht einen Fehler: Diese Komponenten einzeln nachgerüstet kosten mehr. Wer die Fireblade möglichst kompromisslos haben will, kauft die SP.

 

Kurzcheck

 

+ Öhlins S-EC3.0 (SV) NPX-Gabel: Spool-Valve-Technologie + elektronisch einstellbar; geringere innere Reibung, präziseres Ansprechen als konventionelle Elektronik-Gabeln

+ Öhlins TTX36 (SV) Federbein: Spool-Valve-Technologie + elektronisch einstellbar; Rennstreckenniveau in Serie

+ Brembo Stylema R: Fading-beständiger als Stylema; vollständiges Brembo-System (Sattel, Hauptzylinder, Hebel)

+ Akrapovič Titan-Schalldämpfer mit Spezialventil: Drehmomentsteigerung unten, PS-Steigerung oben; WM-Superbike-Sound

+ Aufpreis ca. 4.000 Euro zur Basis: Öhlins + Brembo Stylema R + Akrapovič als Nachrüstung kosten mehr

+ 217 PS / 113 Nm, Twin-TBW, 6-Achsen-IMU, Kurven-ABS 3-stufig, HESD 3-stufig, Quickshifter 3-stufig – wie Basis

+ TFT-Display mit Öhlins-Fahrwerkskonfiguration und automatischer Federvorspannungsberechnung

+ SP Carbon Edition: Carbonfaser-Vollverkleidung, 300 Exemplare Europa-limitiert

+ Preis im Niveau der Konkurrenz (Panigale V4 S, RSV4 Factory), aber günstiger als BMW M 1000 RR

+ Bridgestone RS11 serienmäßig; Lithium-Ionen-Akku serienmäßig

 

Kein Alltagsmotorrad: extreme Rennposition, 830 mm Sitzhöhe, kein Windschutz für Langstrecke

Standgeräusch 95 dB(A): an der Tiroler Fahrverbotsgrenze

16,1-Liter-Tank: ca. 280 km Reichweite – kurz für dieses Preissegment

Kein Honda RoadSync / keine Smartphone-Konnektivität – Rennsportdisplay, kein Alltagsnavi

Garantie: 2 Jahre Basisgarantie; Verlängerung über Honda GarantiePlus kostenpflichtig

 

 

Technische Daten: Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP (2026)

 

Fertigungsland: Japan

Entwicklung: HRC (Honda Racing Corporation); Elektronik- und Aerodynamikpaket vom MotoGP-Bike RC213V-S

Motor: Flüssigkeitsgekühlter Reihenvierzylinder-Viertaktmotor, DOHC, 16 Ventile; PGM-FI; Twin Throttle By Wire (getrennte Ansteuerung pro Zylinderpaar); Semi-Cam-Nockenantrieb

Hubraum: 999 cm³

Verdichtung: 13,6:1

Leistung: 159,5 kW (217 PS) bei 14.000/min

Drehmoment: 113 Nm bei 12.000/min

Interne Bauteile: Titan-Pleuel; Schmiedekolben A2618-Aluminium (RC213V-Material); Lithium-Ionen-Akku serienmäßig

Getriebe: 6 Gänge; Kettenantrieb; Anti-Hopping-Kupplung serienmäßig; Quickshifter mit Blipper, 3-stufig serienmäßig; Launch Control serienmäßig

Auspuff: Akrapovič Titan-Schalldämpfer; Spezialventil für mehr Drehmoment unten und mehr PS oben (SP-exklusiv)

Fahrmodi / Elektronik: 5 Fahrmodi; 6-Achsen-IMU (Echtzeit-Steuerung); HSTC; Wheelie Control; Rear-Lift-Control; Launch Control; Kurven-ABS 3-stufig (Race/Track/Standard); HESD 3-stufig elektronisch einstellbar

Rahmen: Aluminium-Brückenrahmen; längere Aluminiumschwinge

Fahrwerk vorn: Öhlins S-EC3.0 (SV) NPX Upside-Down-Gabel, ø 43 mm; Spool-Valve-Technologie; elektronisch einstellbar (Federvorspannung, Zugstufe, Druckstufe); 125 mm Federweg

Fahrwerk hinten: Öhlins TTX36 (SV) Federbein; Spool-Valve-Technologie; elektronisch einstellbar (Federvorspannung, Zugstufe, Druckstufe); 143 mm Federweg

Bremsen vorn: 2× 330-mm-Scheibe, Brembo Stylema R Vierkolben-Monoblock-Bremssättel (fading-beständiger vs. Stylema Basis); Brembo-Hauptzylinder und -Bremshebel vorne (SP-exklusiv)

Bremsen hinten: 220-mm-Scheibe, Brembo-Zweikolben-Sattel

Aerodynamik: Winglets serienmäßig; 2026-Form: 10 % weniger Giermoment bei gleichem Abtrieb

Räder: Aluminium-Gussräder, 17 Zoll

Reifen vorn: 120/70 ZR17

Reifen hinten: 200/55 ZR17

Gewicht vollgetankt: 201 kg

Sitzhöhe: 830 mm

Radstand: 1.455 mm

Tankinhalt: 16,1 Liter

Verbrauch / Reichweite: Ca. 5,8 l/100 km; Reichweite ca. 280 km

Standgeräusch: 95 dB(A) – an der Tiroler Fahrverbotsgrenze

Farben 2026: Grand Prix Red (CBR Tricolour), Schwarz (Matt Ballistic Black Metallic)

SP Carbon Edition: Carbonfaser-Vollverkleidung; auf 300 Exemplare in Europa limitiert; Aluminiumplakette mit individueller Nummer; nur Schwarz; Preis auf Anfrage

Preis (D): 30.309 Euro inkl. Überführung

Garantie: 2 Jahre ohne Kilometerbeschränkung (Basisgarantie), kostenpflichtige Verlängerung über Honda GarantiePlus möglich